Illegale Müllablagerungen, Verkehrsverstöße, mangelnde Sauberkeit und Rattenbefall beschäftigen Anwohner im Südpark von Halle. Rund 60 Menschen kamen deshalb zu einem Nachbarschaftsgespräch mit Oberbürgermeister Alexander Vogt, Vertretern der Stadtverwaltung, der Polizei, des Quartiermanagements und der Wohnungsgenossenschaft GWG zusammen. Die Stadt kündigt nun mehrere konkrete Prüfungen und Maßnahmen an.
Rund 60 Anwohner schildern Probleme
Wie die Stadt Halle mitteilt, fand das rund zweistündige Gespräch in der Grundschule Kastanienallee statt. Im Mittelpunkt standen wiederkehrende Probleme in der Richard-Paulick-Straße, der Adolph-Menzel-Straße und am Walter-Gropius-Weg.
Die Teilnehmer sprachen unter anderem über illegale Müllablagerungen, Verkehrsverstöße, den Zustand des Wohnumfeldes, Sauberkeit und Rattenbefall. Auch Probleme rund um den Kirchteich sowie illegales Grillen im Südpark wurden angesprochen.
Mehr Kontrollen und verschließbare Mülleimer geprüft
Verwaltung, Polizei und GWG wollen mehrere Hinweise der Anwohner weiterverfolgen.
Dazu gehören verstärkte Geschwindigkeits- und Parkkontrollen sowie ein konsequenteres Leeren der öffentlichen Mülleimer. Außerdem soll geprüft werden, ob verschließbare Abfallbehälter eingesetzt werden können, um unter anderem dem Rattenproblem entgegenzuwirken.
Stadt nimmt Eigentümer stärker in die Pflicht
Die Stadt verweist zugleich auf die Verantwortung der Eigentümer der Wohnblöcke und ihres unmittelbaren Umfeldes.
Säumige Eigentümer oder deren Hausverwaltungen sollen nach Angaben der Verwaltung konsequent aufgefordert werden, ihren Pflichten nachzukommen. Werden diese nicht erfüllt, will die Stadt im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten Maßnahmen einleiten.
Task Force „Saubere Stadt“ soll verstärkt werden
Oberbürgermeister Alexander Vogt kündigte an, die städtische Task Force „Saubere Stadt“ personell zu stärken.
Die Einheit wurde im vergangenen Jahr eingerichtet und hat seitdem nach Angaben der Stadt insgesamt 1.542 Sachverhalte bearbeitet. Allein zwischen dem 1. Januar und dem 6. August 2026 waren es 806 Fälle.
Den größten Anteil machte in diesem Jahr die Beseitigung von Müll im öffentlichen Verkehrsraum mit 504 Fällen aus. Hinzu kamen unter anderem 93 entfernte Schrotträder, 51 gereinigte Verkehrszeichen und 47 Einsätze zur Beseitigung von Grünwuchs aus Gründen der Verkehrssicherheit.
Stadt setzt auf weiteren Dialog
Oberbürgermeister Vogt betont nach Angaben der Stadt, dass ein sachlicher und vertrauensvoller Austausch mit den Einwohnern die Grundlage dafür sei, Probleme in den Vierteln zu erkennen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Mit dem Nachbarschaftsgespräch wollte die Stadt genau dieses Format nutzen und konkrete Hinweise aus dem Wohngebiet unmittelbar aufnehmen.
Quelle:
Stadt Halle (Saale), Presseinformation vom 12. August 2026.