Wer am Montagmorgen auf der A14 die Mulde bei Grimma überquerte, war bereits auf einem neuen Bauwerk unterwegs. Der gesamte Autobahnverkehr wurde auf den fertiggestellten südlichen Überbau verlegt. Für das seit 2022 laufende Großprojekt ist damit ein entscheidender Abschnitt erreicht.

Vier Fahrstreifen bleiben geöffnet

Während der nächsten Bauphase stehen in beiden Richtungen weiterhin jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Sie sind im Baustellenbereich jedoch schmaler als gewöhnlich. Autofahrer müssen zudem mit geänderten Verkehrsführungen und reduzierter Geschwindigkeit rechnen.

Der neue Überbau wurde zunächst neben der bisherigen Brücke errichtet. Später soll er dauerhaft den Verkehr in Richtung Nossen aufnehmen.

Abriss der alten Brücke wird vorbereitet

Durch die Verkehrsverlegung kann die bestehende Muldebrücke nun schrittweise zurückgebaut werden. Zunächst werden unter anderem Fahrbahnbelag, Geländer und Schutzplanken entfernt. Für Teile des alten Bauwerks ist nach bisheriger Planung auch eine Sprengung vorgesehen.

Anschließend entsteht an der bisherigen Stelle der zweite Überbau. Dieser soll künftig den Verkehr in Richtung Leipzig tragen. Die Staatsstraße 11 zwischen Golzern und Nerchau bleibt wegen der Arbeiten vorerst gesperrt.

Fertigstellung bis 2028 oder 2029 geplant

Die alte Muldebrücke stammt aus den 1970er-Jahren und war den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr dauerhaft gewachsen. Der Ersatzneubau ist rund 361 Meter lang. Die Gesamtkosten werden mit etwa 80 Millionen Euro angegeben.

Vollständig abgeschlossen werden soll das Projekt nach aktuellem Planungsstand Ende 2028 oder Anfang 2029. Für Pendler, Unternehmen und den überregionalen Verkehr bleibt die Baustelle damit noch mehrere Jahre ein wichtiger Punkt auf der A14.

Quellen

• DEGES: Informationen zum Ersatzneubau der A14-Muldebrücke bei Grimma, Stand Dezember 2025
• Autobahn GmbH des Bundes: Verkehrseinschränkungen und Verkehrsverlegung bei Grimma, Juli und August 2026