An der Schwimmhalle am Alexander-Puschkin-Platz in Spremberg ist am Mittwoch, dem 16. September 2026, Richtfest gefeiert worden. Seit der Grundsteinlegung Anfang Juni wurden der Rohbau der neuen Halle fertiggestellt und die Dachkonstruktion montiert.
Die Stadt investiert rund 17 Millionen Euro in die energetische Sanierung und Erweiterung der bestehenden Schwimmhalle. Nach Angaben der Verwaltung befindet sich das Bauvorhaben bislang sowohl zeitlich als auch finanziell im vorgesehenen Rahmen.
Gebäudehülle soll vor dem Winter geschlossen werden
In den kommenden Wochen wird zunächst am Dach weitergearbeitet. Die Dachabdichtung soll bis Oktober 2026 abgeschlossen werden. Für Ende November ist die Montage der Vorhangfassade vorgesehen.
Sobald die Gebäudehülle geschlossen ist, soll die Halle mit Fernwärme beheizt werden. Dadurch kann der Innenausbau auch während der Wintermonate fortgesetzt werden.
Für die Gesamtmaßnahme wurden bislang 22 Bauaufträge ausgeschrieben. Davon sind nach Angaben der Stadt bereits 18 Lose vergeben worden.
Fünfte Bahn ermöglicht künftig Wettkämpfe
Die Arbeiten umfassen einen Teilrückbau sowie die Errichtung neuer Funktionsbereiche. Zugleich wird die eigentliche Schwimmhalle erweitert. Statt der bisherigen vier Bahnen soll das Becken künftig über fünf Bahnen verfügen.
Mit der zusätzlichen Bahn schafft die Stadt die Voraussetzungen für die Austragung von Schwimmwettkämpfen. Die modernisierte Halle soll damit künftig sowohl dem Schul- und Vereinssport als auch Freizeitschwimmern bessere Bedingungen bieten.
Neuer Eingang entsteht an der Berliner Straße
Auch der Zugangsbereich der Schwimmhalle wird vollständig neu gestaltet. An der Berliner Straße entsteht ein Anbau mit einem neuen Haupteingang.
Der Zugang zum Kassenbereich soll über eine Liftanlage barrierefrei möglich sein. Im Inneren der Schwimmhalle ist zudem ein Aufzug vorgesehen. Damit sollen die unterschiedlichen Bereiche der Anlage auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erreichbar werden.
Sauna erhält geschützten Außenbereich
Der Saunabereich wird im Kellergeschoss untergebracht. Über einen Lichthof entsteht ein vollständig nutzbarer Außenbereich, der von außen nicht einsehbar sein soll.
Sämtliche Bereiche der Sauna werden nach Angaben der Stadt barrierefrei erschlossen. Damit gehört auch die Neugestaltung des Wellnessbereichs zu den zentralen Bestandteilen der Sanierung.
Begrünung und Photovoltaik vorgesehen
Das äußere Erscheinungsbild der Schwimmhalle wird künftig durch großformatige Platten einer vorgehängten Fassade geprägt. Die Gestaltung soll dabei zwischen der eigentlichen Halle und den angrenzenden Funktionsbereichen unterscheiden.
Für das Gebäude sind außerdem Begrünungselemente und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Der erzeugte Strom soll vorrangig zur Deckung des Eigenbedarfs der Schwimmhalle verwendet werden.
Die Baugenehmigung war im Dezember 2025 erteilt worden. Im Januar 2026 begannen die Bauarbeiten, am 4. Juni folgte die Grundsteinlegung. Die gesamte Bauzeit ist auf rund zwei Jahre angelegt. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die modernisierte Schwimmhalle im Herbst 2027 fertiggestellt werden.
Quelle: Stadt Spremberg/Grodk, Pressemitteilung 228/2026 vom 16. September 2026