Bibliotheken gelten normalerweise als ruhige Orte für Bücher, Studium und Begegnung. In der Ukraine müssen viele Einrichtungen ihre Arbeit unter Bedingungen fortsetzen, die mit gewöhnlichem Bibliotheksbetrieb kaum etwas zu tun haben. Eine aktuelle Ausstellung in Greifswald dokumentiert genau diese Realität.

„Words in Flame – Wörter in Flammen“ ist seit dem 1. August in der Zentralen Universitätsbibliothek zu sehen und gehört auch am heutigen 9. August zum offiziellen Greifswalder Ausstellungsprogramm.

Kulturinstitutionen werden Teil des Kriegsalltags

Der russische Angriffskrieg betrifft nicht nur militärische und wirtschaftliche Infrastruktur.

Auch Bildungs- und Kultureinrichtungen müssen unter veränderten Bedingungen arbeiten.

Bibliotheken können beschädigt werden, Bestände verlieren oder ihre Aufgaben an die Bedürfnisse der Bevölkerung anpassen.

Greifswald besitzt enge internationale Ausrichtung

Die Universität versteht Internationalisierung als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit.

Sie arbeitet mit internationalen Partnern zusammen und baut ihre europäischen Netzwerke weiter aus.

Eine Ausstellung über ukrainische Bibliotheken passt deshalb in ein Umfeld, in dem internationale akademische und kulturelle Kontakte zum Alltag gehören.

Bücher werden zum Symbol von Widerstandsfähigkeit

Der Ausstellungstitel macht deutlich, dass es um mehr geht als zerstörte Gebäude.

Bibliotheken stehen für Zugang zu Wissen, Sprache und kultureller Erinnerung.

Ihre Arbeit unter Kriegsbedingungen zeigt, dass kulturelle Infrastruktur auch in Krisenzeiten gesellschaftliche Bedeutung behält.

Quellen

Universitätsbibliothek Greifswald

Kulturkalender der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Universität Greifswald

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