Die Silhouette der Hansestadt erhält einen neuen Platz im Herzen des Greifswalder Rathauses. Ein großformatiges Gemälde verbindet bekannte Bauwerke, den Ryck und die besondere Lichtstimmung der Region zu einem künstlerischen Stadtporträt.
Das Ölgemälde „Greifswald“ des Künstlers Thomas Hartmann wird am Dienstag, dem 11. August 2026, um 16 Uhr im Foyer des Rathauses feierlich enthüllt. Der Künstler wird bei der Vorstellung seines Werkes anwesend sein. Interessierte Bürger sind zu der Veranstaltung eingeladen.
Innenstadt aus der Vogelperspektive
Das Bild misst 85 mal 110 Zentimeter und zeigt die Greifswalder Innenstadt aus einer erhöhten Perspektive. Hartmann hat dafür markante Bauwerke, Landschaftselemente und städtebauliche Strukturen zu einer Gesamtansicht verbunden.
Als Orientierungspunkte dienten ihm unter anderem der Dom St. Nikolai und die Marienkirche. Auch die Lage der Stadt am Ryck prägt die Komposition.
Die Farbgestaltung nimmt nach Angaben der Stadt die landschaftlichen Besonderheiten und die charakteristische Lichtwirkung der Region auf. Dadurch entsteht keine rein kartografische Darstellung, sondern eine künstlerische Interpretation Greifswalds.
Sparkasse stellt das Gemälde als Leihgabe bereit
Das Werk konnte auf Initiative der Präsidentin der Greifswalder Bürgerschaft, Prof. Madeleine Tolani, für das Rathaus gewonnen werden.
Eigentümerin des Gemäldes bleibt die Sparkasse Vorpommern. Sie stellt das Bild der Stadt als Leihgabe zur Verfügung. Angaben zur vorgesehenen Dauer der Leihgabe enthält die Pressemitteilung nicht.
Mit der öffentlichen Präsentation soll das Kunstwerk dauerhaft für Besucher des Rathauses sichtbar werden. Das Foyer dient nicht nur als Eingangsbereich der Verwaltung, sondern bereits als Ausstellungsort für weitere künstlerische Arbeiten.
Ergänzung zum Caspar-David-Friedrich-Tableau
Das neue Stadtporträt wird gegenüber der Emaillearbeit „Caspar-David-Friedrich-Tableau“ des Künstlers Moritz Götze angebracht.
Beide Werke setzen sich auf unterschiedliche Weise mit Greifswald und seiner kulturellen Identität auseinander. Während das Tableau auf den in Greifswald geborenen Landschaftsmaler Caspar David Friedrich verweist, richtet Hartmann den Blick auf die heutige Stadtlandschaft.
Nach Einschätzung der Stadt ergänzt das neue Gemälde damit die künstlerische Ausgestaltung des Rathausfoyers. Besucher können künftig zwei verschiedene künstlerische Perspektiven auf Greifswald unmittelbar miteinander vergleichen.
Thomas Hartmann ist für Stadtporträts bekannt
Hartmann ist für großformatige Darstellungen von Städten bekannt. In seinen Bildern kombiniert er prägende Gebäude, Straßenverläufe, Landschaften und weitere räumliche Strukturen.
Dabei entstehen keine naturgetreuen Ansichten eines einzelnen Blickpunktes. Der Künstler verdichtet vielmehr unterschiedliche Merkmale einer Stadt zu einem charakteristischen Gesamtbild.
Das Greifswalder Gemälde folgt diesem Ansatz. Dom, Marienkirche, Innenstadt und Ryck werden so zusammengeführt, dass die wesentlichen Merkmale des Ortes auf einer Bildfläche erkennbar werden.
Künstler lehrte an der Universität Greifswald
Thomas Hartmann wurde in Zetel geboren und studierte an der Hochschule für Gestaltung in Bremen. Stipendien führten ihn später nach Paris und Rom.
Für seine künstlerische Arbeit wurde er unter anderem mit dem Overbeck-Preis für Bildende Kunst ausgezeichnet. Hartmann lehrte an verschiedenen Hochschulen und war zeitweise auch an der Universität Greifswald tätig.
Von 2005 bis 2018 hatte er eine Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Berlin. Durch seine frühere Lehrtätigkeit besitzt er zugleich eine persönliche Verbindung zur Greifswalder Hochschul- und Kulturlandschaft.
Enthüllung ist öffentlich
Die Vorstellung des Gemäldes beginnt am 11. August um 16 Uhr im Greifswalder Rathaus am Markt. Eine vorherige Anmeldung wird in der Pressemitteilung nicht verlangt.
Besucher erhalten bei der Enthüllung die Gelegenheit, das Werk erstmals an seinem neuen Standort zu betrachten und den Künstler persönlich zu erleben.
Weitere Angaben zum Ablauf der Veranstaltung, zu möglichen Redebeiträgen oder zur Entstehungszeit des Gemäldes wurden von der Stadt nicht mitgeteilt.
Quellen
• Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Pressemitteilung „Neues Kunstwerk wird im Greifswalder Rathaus enthüllt“, veröffentlicht am 6. August 2026.
• Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Presseportal und Informationen zur kulturellen Nutzung des Greifswalder Rathauses.