Greifswald setzt die Modernisierung seiner Sportstätten mit mehreren großen Projekten fort. Neue Hallen entstehen und bestehende Anlagen werden saniert, während Bund, Land und Europäische Union erhebliche Fördermittel bereitstellen.
Sportstätten in Greifswald: Zwölf Hallen und sechs Sportplätze
Die Universitäts- und Hansestadt verfügt derzeit über zwölf kommunale Sporthallen und sechs Sportplätze. Sie werden von Schulen, Vereinen und Freizeitsportlern genutzt.
Ein Teil der Anlagen wurde bereits in den vergangenen Jahren erneuert. Gleichzeitig besteht bei mehreren älteren Sportstätten weiterhin Sanierungsbedarf. Weitere Neubauten und Modernisierungen befinden sich deshalb bereits in Planung oder Vorbereitung.
Sporthalle der Arndt-Schule soll 500.000 Euro erhalten
Ein neues Projekt betrifft die Sporthalle der Regionalen Schule „Ernst Moritz Arndt“. Innenminister Christian Pegel hat der Stadt eine Sonderbedarfszuweisung von 500.000 Euro in Aussicht gestellt.
Mit dem Geld sollen die Außenfassade instand gesetzt und der Hallenboden erneuert werden. Außerdem plant die Stadt Arbeiten an Teilen der raumlufttechnischen Anlage.
Auch die Mehrzweckhalle benötigt umfangreiche Arbeiten. Dort sollen unter anderem Umkleiden, Heizung und Sanitäranlagen saniert sowie der Brandschutz verbessert werden. Die Umsetzung ist derzeit für den Zeitraum Ende 2026 bis Mitte 2027 vorgesehen.
Sporthalle 4 in Greifswald wird nach Wasserschaden saniert
In der Sporthalle 4 beseitigt die Stadt einen Wasserschaden, der durch eine defekte Heizungsleitung entstanden ist. Im Zuge der Arbeiten wird die Heizung in den Fußboden verlegt.
Die Sanierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und kostet rund 450.000 Euro. Davon übernimmt die Versicherung 230.000 Euro. Verzögert hatte sich das Projekt unter anderem durch Abstimmungen mit der Versicherung, die Bereitstellung von Haushaltsmitteln und eine notwendige Schadstoffprüfung.
Für den Sportplatz am Dubnaring plant die Stadt zudem noch in diesem Jahr einen Zaun zum Schutz vor Vandalismus. Die alte Sporthalle an der Caspar-David-Friedrich-Schule soll ebenfalls teilweise saniert werden und vorerst erhalten bleiben, damit zusätzliche Hallenzeiten angeboten werden können.
Neue Sporthalle am Ellernholzteich erhält acht Millionen Euro Förderung
Besonders groß ist das Projekt am Schulzentrum Am Ellernholzteich. Dort entsteht derzeit eine neue Sporthalle samt Außenanlagen.
Das Vorhaben wird mit acht Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.
Die neue Halle soll etwa 24 mal 45 Meter groß und vollständig barrierefrei werden. Sie kann in drei gleich große Bereiche geteilt werden. Geplant sind außerdem ein Kraftraum, ein Gymnastikraum und eine Zuschauertribüne mit Rollstuhlplätzen.
Volksstadion Greifswald bekommt acht Millionen Euro vom Bund
Auch beim Volksstadion Greifswald stehen umfangreiche Veränderungen bevor. Der Bund bewilligte im Frühjahr 2026 acht Millionen Euro aus seinem Programm für kommunale Sportstätten.
Geplant sind die Sanierung des Stadionkerns, neue Tribünen sowie Verbesserungen bei Sicherheit und Barrierefreiheit. Eine Überdachung ist ebenfalls vorgesehen.
Der Westplatz soll zu einem Hybridrasenplatz mit neuer Flutlichtanlage umgebaut werden. Zusätzlich sollen Mittelplatz und Skatepark modernisiert werden. Das Wirtschafts- und Funktionsgebäude wird nach den Planungen saniert und barrierefrei ausgebaut. Auch Bewässerung und Regenwassernutzung sollen technisch erneuert werden.
Wann die Arbeiten beginnen, hängt noch von Förderbedingungen, Eigenanteil und Genehmigungen ab. Die Stadt rechnet für die Umsetzung der einzelnen Teilprojekte mit einem Zeitraum von ungefähr zwei bis drei Jahren.
Greifswald hat damit mehrere Sportprojekte gleichzeitig auf den Weg gebracht. Neben den großen Neubau- und Stadionvorhaben investiert die Stadt auch in ältere Hallen, damit Schulen, Vereine und Freizeitsportler langfristig auf ein breites Netz kommunaler Sportstätten zurückgreifen können.
Quelle: Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Pressemitteilung vom 20. August 2026.