Stipendium soll Mediziner langfristig an die Stadt binden

Bis zu 45.000 Euro pro Student: Gera kämpft gegen den Ärztemangel

Gera unterstützt jährlich bis zu drei Medizinstudierende mit monatlich 750 Euro. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach ihrer Ausbildung mehrere Jahre in der Region zu arbeiten.

Von Sebastian Krüger 1 Min. Lesezeit

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Wenn Arztpraxen schließen und keine Nachfolger finden, werden Wege für Patienten länger. Gera versucht deshalb, medizinischen Nachwuchs bereits während des Studiums an die Region zu binden.

Drei Stipendien pro Jahr

Die Stadt bietet jährlich bis zu drei Medizinstipendien an. Geförderte Studierende erhalten monatlich bis zu 750 Euro. Die Unterstützung kann über maximal fünf Jahre laufen.

Damit ist eine Gesamtförderung von bis zu 45.000 Euro pro Person möglich.

Gegenleistung ist eine spätere Tätigkeit in Gera

Das Geld wird nicht ohne Bedingungen vergeben. Die Stipendiaten müssen sich verpflichten, nach Studium und Weiterbildung für einen festgelegten Zeitraum in Gera beziehungsweise der Region ärztlich tätig zu werden.

Besonders dringend benötigt werden Hausärzte und Fachmediziner in Bereichen, in denen altersbedingte Praxisaufgaben bevorstehen.

Geld allein löst das Problem nicht

Ein Stipendium kann die Entscheidung für einen Standort beeinflussen. Junge Ärzte achten jedoch auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und die beruflichen Perspektiven ihrer Partner.

Die Stadt muss deshalb gemeinsam mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten attraktive Arbeitsbedingungen schaffen.

Quellen

Stadt Gera – Richtlinie und Informationen zu den Medizinstipendien

Themen: ÄrztemangelGesundheitsversorgungGeraFachkräfteStudiumMedizinstipendium

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