Für Familien in Gera bleiben nur noch wenige Tage, um ihre Erfahrungen und Wünsche direkt in die künftige Planung der Stadt einzubringen. Die Familienumfrage 2026 läuft noch bis Sonntag, 9. August. Gefragt wird unter anderem danach, welche Angebote bereits gut funktionieren und wo Eltern Verbesserungsbedarf sehen.
Stadt will den Familienalltag genauer kennenlernen
Mit der Befragung möchte das Jugendamt herausfinden, wie Familien die Lebensbedingungen in Gera tatsächlich erleben.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur einzelne Freizeitangebote. Gefragt wird auch nach den Leistungen des Jugendamtes, dem Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Damit richtet sich die Umfrage auf mehrere Bereiche, die den Alltag von Eltern und Kindern unmittelbar betreffen.
Ergebnisse sollen nicht in der Schublade verschwinden
Die Stadt hat angekündigt, die Ergebnisse in die Jugendhilfeplanung einfließen zu lassen.
Konkret sollen die Antworten Bestandteil des Teilfachplans „Hilfen zur Erziehung und Förderung der Erziehung in der Familie“ werden. Sie können damit Auswirkungen darauf haben, welche bestehenden Angebote weiterentwickelt und welche neuen Maßnahmen künftig geschaffen werden.
Teilnahme ist anonym
Die Befragung läuft bereits seit dem 13. Juli.
Nach Angaben der Stadt erfolgt die Teilnahme anonym und dauert nur wenige Minuten. Noch bis einschließlich Sonntag können Familien ihre Einschätzungen abgeben.
Familienfreundlichkeit wird zum Standortfaktor
Für eine Stadt wie Gera ist Familienfreundlichkeit längst mehr als ein sozialpolitisches Thema.
Gute Kinderbetreuung, erreichbare Beratungsangebote, attraktive Freizeitmöglichkeiten und verlässliche Unterstützung für Eltern spielen auch bei der Frage eine Rolle, ob junge Familien dauerhaft in einer Stadt bleiben oder sich dort neu ansiedeln.
Entsprechend wichtig ist es, tatsächliche Erfahrungen aus dem Alltag in politische Entscheidungen einzubeziehen.
Quellen
Stadt Gera – „Familienumfrage 2026“ – 1. Juli 2026.