Fürstenwalde und Langewahl entwickeln gemeinsamen Vorsorgestandort für Großansiedlungen

Neuer Industriestandort im Osten: Land gibt 76.000 Euro für Fürstenwaldes große Gewerbepläne

Fürstenwalde treibt gemeinsam mit Langewahl die Entwicklung eines neuen großen Gewerbe- und Industriestandortes voran. Das Land Brandenburg unterstützt die nächste Planungsphase mit 76.000 Euro. Der städtebauliche Entwurf soll die Grundlage für spätere Unternehmensansiedlungen schaffen.

Von Paul Berger 1 Min. Lesezeit

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Fürstenwalde will sich langfristig für größere Unternehmens- und Industrieansiedlungen positionieren. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Langewahl arbeitet die Stadt deshalb am interkommunalen gewerblich-industriellen Vorsorgestandort Fürstenwalde-Ost. Für die nächste Planungsphase fließen nun Fördermittel des Landes.

Brandenburg bewilligt 76.000 Euro für einen städtebaulichen Entwurf.

Die Stadt selbst bringt weitere 19.000 Euro ein. Insgesamt umfasst die geförderte Planungsleistung damit 95.000 Euro.

Nachfrage nach großen Gewerbeflächen steigt

Hinter dem Projekt steht die Erkenntnis, dass größere zusammenhängende Gewerbe- und Industrieflächen in Brandenburg zunehmend knapp werden.

Fürstenwalde besitzt dabei durch seine Lage an der Entwicklungsachse Berlin–Warschau und in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A12 einen wichtigen Standortvorteil.

Die Stadt ist außerdem Mittelzentrum für eine große Region des Landkreises Oder-Spree.

Mit dem neuen Vorsorgestandort sollen Flächen nicht erst gesucht werden, wenn ein konkretes Unternehmen anfragt. Stattdessen sollen planerische Voraussetzungen frühzeitig geschaffen werden.

Straßen, Flächen und Nutzungen werden konkretisiert

Der städtebauliche Entwurf soll zeigen, wie das Gebiet künftig erschlossen und aufgeteilt werden könnte.

Dabei geht es unter anderem um Verkehrswege, Grundstückszuschnitte und mögliche Nutzungsbereiche.

Auch technische, rechtliche und planerische Konflikte sollen möglichst früh erkannt werden.

Dadurch könnte ein späteres Bebauungsplanverfahren schneller und mit weniger Überraschungen durchgeführt werden.

Planung soll Anfang 2027 vorliegen

Mit dem Entwurf wurde die Mellon Gesellschaft für nachhaltige Infrastruktur mbH beauftragt.

Die Landesförderung läuft bis Ende Dezember 2026.

Die eigentliche Planung soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.

Bis tatsächlich Unternehmen bauen können, dürfte anschließend dennoch weitere Zeit vergehen. Der aktuelle Schritt ist vor allem die planerische Grundlage für ein Projekt, das die Wirtschaftsstruktur im Osten Fürstenwaldes langfristig verändern könnte.

Quellen

Stadt Fürstenwalde/Spree – Land Brandenburg fördert städtebaulichen Entwurf für den GIV Fürstenwalde-Ost, 21. Juli 2026.

Themen: IndustrieWirtschaftGewerbegebietFürstenwaldeLangewahlGIV Fürstenwalde-Ost

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