In Fürstenwalde können Einwohner auch für das kommende Jahr direkt mitentscheiden, wofür ein Teil des städtischen Geldes ausgegeben wird. Für das Bürgerbudget 2027 stehen insgesamt 80.000 Euro bereit. Nach Abschluss der Vorschlagsphase rückt nun die öffentliche Abstimmung im September näher.

Einzelne Projekte dürfen jeweils maximal 15.000 Euro kosten.

Abstimmen dürfen Fürstenwalder Einwohner ab 14 Jahren.

Der zentrale Abstimmungstag ist für den 27. September vorgesehen.

Bürger entscheiden nicht nur beratend

Das Besondere am Bürgerbudget ist, dass die Abstimmung direkte finanzielle Folgen hat.

Die erfolgreichen Projekte sollen aus dem bereitgestellten Budget umgesetzt werden, sofern alle rechtlichen und praktischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Damit unterscheidet sich das Verfahren von einer klassischen Bürgerbefragung.

2026 gingen 80.000 Euro an sechs Projekte

Wie konkret das Verfahren wirkt, zeigt das aktuelle Bürgerbudget.

Für 2026 beteiligten sich 1.858 Einwohner an der Abstimmung über insgesamt 24 zugelassene Vorschläge.

Zu den erfolgreichen Ideen gehörten Unterstützung für die Tafel, ein kostenloses Sommer-Open-Air-Kino, automatische Defibrillatoren, die Neugestaltung des Eingangsbereichs im Heimattiergarten sowie ein Erntefest.

Fünf dieser Projekte erhielten jeweils die maximal möglichen 15.000 Euro. Die restlichen 5.000 Euro gingen an ein mobiles Planetarium für die Gerhard-Goßmann-Grundschule.

Abstimmung im September wird entscheidend

Auch für 2027 entscheidet am Ende nicht allein die Verwaltung, welche Ideen Priorität bekommen.

Die Einwohner bestimmen mit ihren Stimmen die Reihenfolge.

Für die Stadt ist das Bürgerbudget damit eines der sichtbarsten Instrumente direkter lokaler Beteiligung.

Quellen

Stadt Fürstenwalde/Spree – Bürgerbudget 2027, Abstimmung am 27. September.

Stadt Fürstenwalde/Spree – Ergebnisse Bürgerbudget 2026.