Wie sieht gute Pflege unter den tatsächlichen Bedingungen vor Ort aus? Dieser Frage will Thüringens Gesundheitsstaatssekretärin Tina Rudolph während einer fünftägigen Reise durch den Freistaat nachgehen und dabei vor allem den Menschen zuhören, die täglich pflegen, beraten und versorgen.
Die Sommertour beginnt am Montag, dem 10. August 2026, und endet am Freitag, dem 14. August. Unter dem Motto „Pflege in Thüringen“ besucht Rudolph Beratungsstellen, Pflegeschulen, Kliniken, stationäre Einrichtungen, ambulante Dienste und innovative Forschungsprojekte.
Im Mittelpunkt stehen der Austausch mit Pflegekräften, Auszubildenden, Bewohnern, Trägern und Angehörigen sowie Einblicke in unterschiedliche Formen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.
Gute Arbeitsbedingungen und Ausbildung im Mittelpunkt
Rudolph bezeichnet die Pflege als unverzichtbaren Pfeiler der Gesundheitsversorgung. Menschen, die täglich pflegen, beraten und begleiten, leisteten Enormes.
Während der Tour möchte die Staatssekretärin Erfahrungen aus der Praxis aufnehmen und darüber sprechen, wie die Pflege in Thüringen weiter gestärkt werden kann.
Als wesentliche Voraussetzungen nennt sie gute Arbeitsbedingungen, eine hochwertige Ausbildung und verlässliche Unterstützungsangebote. Diese müssten sowohl den Pflegebedürftigen als auch ihren Angehörigen zugutekommen.
Auftakt im Kyffhäuserkreis
Die erste Station der Tour befindet sich am Montag, dem 10. August, im Sondershäuser Ortsteil Thalebra.
Von 15 bis 16.30 Uhr besucht Rudolph den Pflegestützpunkt und das Programm AGATHE im Kyffhäuserkreis. Treffpunkt sind die Parkteiche Thalebra.
Pflegestützpunkte beraten Pflegebedürftige und deren Familien zu Unterstützungsleistungen und Versorgungsmöglichkeiten. AGATHE richtet sich an ältere Menschen und soll ihnen dabei helfen, möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld zu leben.
Pflegeschule und Fachklinikum am zweiten Tourtag
Am Dienstag, dem 11. August, besucht die Staatssekretärin zunächst die APM-Pflegeschule in Erfurt.
Der Termin beginnt um 9 Uhr am Anger 30/32 und dauert bis 11 Uhr. Im Mittelpunkt sollen die Pflegeausbildung und die Erfahrungen der Auszubildenden stehen.
Anschließend reist Rudolph nach Stadtroda. Von 12 bis 13.45 Uhr ist ein Besuch im Asklepios Fachklinikum in der Bahnhofstraße 1a vorgesehen.
Damit verbindet der zweite Tourtag Einblicke in die Nachwuchsgewinnung mit Gesprächen über die Versorgung in einer spezialisierten Klinik.
Mehrere Stationen in Nordthüringen
Der Mittwoch, 12. August, ist Einrichtungen in Nordthüringen gewidmet. Den Auftakt bildet von 10 bis 11.30 Uhr ein Besuch im Seniorenpflegeheim Sonnenhof im Harztor-Ortsteil Ilfeld.
Von 12 bis 13 Uhr folgt ein Gespräch beim Diakonie-Pflegedienst „Am Ammerberg“ in Nordhausen. Der ambulante Dienst befindet sich am Ammerberg 28.
Am Nachmittag besucht Rudolph die Senioren-Wohngemeinschaft Sollstedt und die Intensivpflege-Wohngemeinschaft Miacosa Nordhausen. Der erste Teil des Termins beginnt um 14 Uhr in der Halle-Kasseler-Straße 55 in Sollstedt und endet gegen 16.30 Uhr.
Die Stationen zeigen unterschiedliche Wohn- und Versorgungsformen – vom klassischen Seniorenpflegeheim über ambulante Unterstützung bis zur betreuten Wohn- und Intensivpflegegemeinschaft.
Forschungsprojekt ROMOBIL an der TU Ilmenau
Am Donnerstag, dem 13. August, steht ein Besuch an der Technischen Universität Ilmenau auf dem Programm.
Von 10.30 bis 12 Uhr informiert sich die Staatssekretärin über das Projekt ROMOBIL. Der Termin findet am Helmholtzplatz 5 im Zusebau statt.
Die Medieninformation erläutert nicht näher, welche konkreten Technologien oder Forschungsergebnisse bei dem Projekt vorgestellt werden. Im Zusammenhang mit der Pflegetour soll jedoch deutlich werden, wie wissenschaftliche und technische Entwicklungen die Versorgung und den Alltag unterstützungsbedürftiger Menschen verbessern können.
Abschluss in Eisenberg und Jena
Der letzte Tourtag beginnt am Freitag, dem 14. August, beim Pflegestützpunkt Eisenberg.
Der Besuch in der Fabrikstraße 32 ist von 9.30 bis 10.30 Uhr vorgesehen. Auch dort stehen Beratung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und Angehörigen im Mittelpunkt.
Zum Abschluss reist Rudolph nach Jena. Von 13.15 bis 14.45 Uhr besucht sie die Ausgabestelle des Anonymen Krankenscheins in der Arvid-Harnack-Straße 26.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die keinen regulären Zugang zur gesundheitlichen Versorgung haben. Mit dieser Station nimmt die Sommertour neben der Pflege auch niedrigschwellige medizinische Hilfen in den Blick.
Medien können einzelne Termine begleiten
Die angekündigten Stationen sind presseöffentlich. Medienvertreter können einzelne Termine begleiten, müssen sich jedoch vorab beim Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie anmelden.
Anmeldungen werden per E-Mail an pressestelle@tmsgaf.thueringen.de entgegengenommen.
Die Tour umfasst Stationen in Sondershausen, Erfurt, Stadtroda, Harztor, Nordhausen, Sollstedt, Ilmenau, Eisenberg und Jena.
Quellen
• Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie: Medieninformation „Für eine starke Pflege in Thüringen – Thüringens Gesundheitsstaatssekretärin Tina Rudolph startet Sommertour“, veröffentlicht am 6. Juli 2026.