Die Elbe führt in Dresden wieder deutlich mehr Wasser. Am Samstagabend erreichte der Pegel 128 Zentimeter, nachdem am 17. August lediglich 45 Zentimeter gemessen worden waren.

Elbepegel Dresden steigt von 45 auf 128 Zentimeter

Die Veränderung innerhalb weniger Tage ist erheblich. Am Sonntag und Montag vergangener Woche lag der Wasserstand am Pegel Dresden morgens noch bei jeweils 45 Zentimetern.

Am Samstagmorgen wurden zunächst 69 Zentimeter gemessen. Danach setzte ein kräftiger Anstieg ein: Um 16 Uhr waren es 92 Zentimeter, um 19 Uhr 108 Zentimeter und um 22.30 Uhr schließlich 128 Zentimeter.

Damit hat sich der Pegel gegenüber dem Tiefstand vom 17. August nahezu verdreifacht.

Regen lässt Elbe in Sachsen wieder anschwellen

Der Anstieg folgt auf Niederschläge in Sachsen und im Einzugsgebiet der Elbe. Allein an der Messstation Dresden-Hosterwitz wurden für den 17. August 23,7 Millimeter und für den 19. August weitere 18,5 Millimeter Tagesniederschlag registriert.

Noch vor wenigen Tagen hatte das Niedrigwasser Folgen für den Verkehr auf dem Fluss. Der sehr geringe Wasserstand hatte unter anderem den Betrieb einzelner Dresdner Fähren beeinträchtigt.

Die aktuellen Werte liegen inzwischen deutlich über dem mittleren Niedrigwasserstand am Pegel Dresden. Der langjährige mittlere Wasserstand beträgt allerdings 147 Zentimeter.

Elbepegel soll am Sonntag zunächst hoch bleiben

Das Landeshochwasserzentrum erwartet in der Nacht zum Sonntag zunächst noch leicht steigende Werte. Für 1 Uhr wurden 135 Zentimeter prognostiziert.

Im Verlauf des Sonntags soll der Pegel danach langsam wieder sinken. Für 10 Uhr werden 123 Zentimeter erwartet, für den Sonntagabend Werte um 108 Zentimeter.

Von Hochwasser kann dabei keine Rede sein. Die erste Alarmstufe am Dresdner Pegel beginnt erst bei 400 Zentimetern.

Schifffahrt profitiert vom höheren Wasserstand

Mehr Wasser erleichtert auch die Bedingungen für die Fahrgastschifffahrt. Die Sächsische Dampfschifffahrt führt aktuell wieder zahlreiche Verbindungen entlang der Elbe bis in die Sächsische Schweiz in ihrem Angebot.

Für den Samstag waren beispielsweise Fahrten von Dresden beziehungsweise Pirna über Rathen und Königstein bis Bad Schandau buchbar.

Nach Wochen mit sehr niedrigen Pegeln ist das eine spürbare Entspannung. Eine dauerhafte Normalisierung lässt sich daraus allerdings noch nicht ableiten.

Quelle: Landeshochwasserzentrum Sachsen, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Sächsische Dampfschifffahrt