Die Landeshauptstadt Dresden sucht private Fotos, Dokumente und persönliche Geschichten zur Galopprennbahn Seidnitz. Das Gelände ist als eines der zentralen Areale der Bundesgartenschau 2033 vorgesehen. Die Beiträge sollen helfen, die Geschichte des Standortes bei der weiteren Planung und späteren Präsentation der BUGA sichtbar zu machen.

Rennbahn wird zum Kernareal der Gartenschau

Die Galopprennbahn zählt zu den prägenden Veranstaltungsorten im Dresdner Osten. Auf dem Gelände fanden über Jahrzehnte Pferderennen, Volksfeste, Konzerte und weitere Großveranstaltungen statt.

Für die Bundesgartenschau soll das Areal landschaftlich und infrastrukturell weiterentwickelt werden. Die Stadt will dabei nicht allein neue Grünflächen schaffen, sondern auch die vorhandene Geschichte berücksichtigen.

Welche dauerhaften Bauwerke, Wege und Veranstaltungsflächen entstehen, ist Teil der weiteren Planung.

Gesucht werden persönliche Geschichten

Die Stadt interessiert sich nicht nur für historische Aufnahmen professioneller Fotografen. Auch private Familienbilder, Eintrittskarten, Programmhefte oder Erinnerungen an besondere Erlebnisse können eingereicht werden.

Solche Materialien zeigen, wie ein Ort tatsächlich genutzt und wahrgenommen wurde. Sie ergänzen amtliche Pläne und Archive um die Sicht der Besucher, Beschäftigten und Anwohner.

Die Beiträge können später für Ausstellungen, Veröffentlichungen oder digitale Präsentationen genutzt werden.

Bürgerbeteiligung darf nicht nur Erinnerung sammeln

Die Aktion schafft einen emotionalen Zugang zum BUGA-Projekt. Sie ersetzt jedoch keine Beteiligung an den konkreten Bau- und Nutzungskonzepten.

Anwohner müssen auch bei Fragen zu Verkehr, Lärm, Parkplätzen, Grünflächen und späterer Unterhaltung des Geländes einbezogen werden.

Die Bundesgartenschau verursacht hohe Investitionen und verändert mehrere Dresdner Stadtbereiche dauerhaft. Bürgerbeteiligung muss deshalb über das Sammeln historischer Fotos hinausgehen.

BUGA soll nach 2033 weiterwirken

Bundesgartenschauen werden mit erheblichen öffentlichen Mitteln vorbereitet. Ihr Nutzen hängt davon ab, ob Anlagen und Verkehrsverbindungen auch nach dem Veranstaltungsjahr gebraucht werden.

Für die Galopprennbahn bedeutet das, dass temporäre Ausstellungsflächen mit einer langfristigen Nutzung verbunden werden müssen.

Offen bleibt unter anderem, wie Pferdesport, Veranstaltungen, Naherholung und Naturschutz künftig miteinander vereinbart werden.

Geschichte kann Identität des Ortes bewahren

Großprojekte verändern häufig das Erscheinungsbild eines Areals. Dabei besteht die Gefahr, dass frühere Nutzungen nur noch in wenigen Informationstafeln auftauchen.

Die gesammelten Erinnerungen können helfen, die Rennbahn nicht zu einem beliebigen Veranstaltungspark werden zu lassen. Ihre besondere Geschichte sollte sich auch nach der BUGA im Gelände wiederfinden.

Entscheidend ist, dass die eingereichten Materialien fachgerecht gesichert und die Rechte der Eigentümer beachtet werden.

Quellen

Landeshauptstadt Dresden, „BUGA Dresden 2033 sucht Erinnerungen an die Galopprennbahn Seidnitz“, veröffentlicht am 31. Juli 2026

BUGA Dresden 2033, Planungsinformationen zu den vorgesehenen Kernarealen, Stand August 2026

Landeshauptstadt Dresden, Unterlagen zur Bürgerbeteiligung und Entwicklung des Areals Seidnitz, aktueller Projektstand