Stein mit Jahreszahl 2026 soll künftig extreme Niedrigwasserstände dokumentieren

Coswig versenkt eigenen Hungerstein in der Elbe

Coswig hat seit wenigen Tagen einen eigenen Hungerstein. In der Elbe bei Kötitz wurde ein Stein mit der Jahreszahl 2026 abgelegt. Sichtbar wird er erst wieder, wenn der Wasserstand stark sinkt.

Von Emilia Schubert 1 Min. Lesezeit

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Seit wenigen Tagen besitzt Coswig ein ungewöhnliches neues Zeitzeugnis. In der Elbe nahe dem Fähranleger Kötitz liegt nun ein Hungerstein mit der eingeschlagenen Jahreszahl 2026. Bei normalen Wasserständen bleibt er verborgen – erst starkes Niedrigwasser soll ihn sichtbar machen.

Tradition reicht mehrere Jahrhunderte zurück

Hungersteine sind aus verschiedenen Abschnitten der Elbe bekannt.

Historisch markierten sie außergewöhnlich niedrige Wasserstände, die häufig mit Ernteproblemen, Transportproblemen und wirtschaftlicher Not verbunden waren.

Idee entstand in Coswig

Der Stein wurde von Olaf Lier, Leiter des Fachbereichs Ordnungswesen, gemeinsam mit Steffen Spindler umgesetzt.

Spindler stiftete den Stein und schlug die Jahreszahl 2026 ein.

Heute auch Symbol für Klimafragen

Niedrigwasser hat inzwischen nicht nur historische Bedeutung.

Trockenperioden beeinflussen Schifffahrt, Ökosysteme und Wasserwirtschaft. Der neue Stein kann deshalb künftig auch dokumentieren, wie häufig außergewöhnlich niedrige Elbpegel auftreten.

Quellen

Stadt Coswig – „Coswiger Hungerstein nun in der Elbe“, 7. August 2026.

Themen: ElbeNiedrigwasserKlimaCoswigKötitzHungerstein

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