Coswig hat entschieden: Oberbürgermeister Thomas Schubert bleibt weitere sieben Jahre im Amt. Bei der Wahl am 4. Oktober 2026 erhielt der parteilose Amtsinhaber 99,0 Prozent der gültigen Stimmen. Allerdings beteiligten sich lediglich 32,0 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung. Schubert war als einziger offizieller Kandidat angetreten. Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2027.
5.127 Stimmen für den Amtsinhaber
Mit 5.127 Stimmen erreichte Thomas Schubert ein ungewöhnlich deutliches Wahlergebnis. Nach Angaben der Stadtverwaltung entfielen 99,0 Prozent aller gültigen Stimmen auf den bisherigen Oberbürgermeister.
Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die Wählerinnen und Wähler hatten jedoch die Möglichkeit, auf dem Stimmzettel eine andere wählbare Person einzutragen.
Diese Möglichkeit wurde nur in geringem Umfang genutzt.
Die Wahlbeteiligung von 32,0 Prozent zeigt zugleich, dass weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme abgab. Das deutliche prozentuale Ergebnis muss daher auch vor dem Hintergrund der fehlenden Gegenkandidatur und der geringen Beteiligung betrachtet werden.
Schubert bedankt sich für das Vertrauen
Nach Bekanntgabe des Ergebnisses bedankte sich der Oberbürgermeister bei den Coswigerinnen und Coswigern.
„Ich danke den Coswigerinnen und Coswigern sehr herzlich für das Vertrauen, das sie mir mit diesem Wahlergebnis ausgesprochen haben“, erklärte Schubert.
Er betrachte die Wiederwahl zugleich als Auftrag, seine bisherige Arbeit engagiert und verantwortungsvoll fortzusetzen.
Der parteilose Kommunalpolitiker steht seit dem 1. Januar 2020 an der Spitze der Großen Kreisstadt Coswig im Landkreis Meißen.
Bereits zuvor war er über viele Jahre in leitenden Funktionen der Stadtverwaltung tätig, unter anderem als Kämmerer und Bürgermeister.
Mit Beginn seiner zweiten Amtszeit am 1. Januar 2027 wird er die Stadt für weitere sieben Jahre führen.
Coswig soll schuldenfrei bleiben
Für seine neue Amtsperiode hat Thomas Schubert mehrere kommunalpolitische Schwerpunkte angekündigt.
Ein wesentliches Ziel ist es, die Schuldenfreiheit der Stadt zu erhalten. Angesichts der angespannten Finanzlage zahlreicher sächsischer Kommunen misst Schubert einer langfristig tragfähigen Haushaltsführung große Bedeutung bei.
Zugleich soll die Sanierung des Nebenstraßennetzes fortgesetzt werden. Dabei geht es insbesondere um die Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur abseits der großen Hauptverkehrsachsen.
Auch die vorhandenen Kindertagesstätten und Schulen sollen langfristig erhalten bleiben.
Schubert betont dabei die Bedeutung kurzer Wege für Familien. Kinder sollen möglichst wohnortnah betreut werden und zur Schule gehen können.
Neue Staatsstraße S 84 soll Innenstadt entlasten
Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die geplante Staatsstraße S 84.
Von dem Verkehrsprojekt erhofft sich die Stadt eine deutliche Entlastung der Coswiger Innenstadt vom Durchgangsverkehr.
Die Verkehrsbelastung gehört seit Langem zu den Herausforderungen der Stadtentwicklung. Eine veränderte Verkehrsführung könnte insbesondere stark frequentierte Straßen entlasten.
Wie schnell die geplanten Verbesserungen umgesetzt werden können, hängt allerdings auch von den weiteren Planungs- und Bauverfahren ab.
Das Projekt wird deshalb eine wichtige Rolle während Schuberts zweiter Amtszeit spielen.
Sieben weitere Jahre an der Spitze der Stadt
Schubert kündigte an, auch künftig ein Oberbürgermeister für alle Einwohner sein zu wollen.
Unterschiedliche Meinungen und ein konstruktiver Austausch seien für ihn Bestandteil einer lebendigen Stadtgesellschaft.
Bei der weiteren Entwicklung Coswigs setzt er auf die Zusammenarbeit mit Stadtrat, Verwaltung, Unternehmen, Vereinen und Bürgerschaft.
Die Wiederwahl sichert der Stadt zunächst personelle Kontinuität an der Verwaltungsspitze.
Gleichzeitig bleiben wichtige Aufgaben bestehen: die Sicherung kommunaler Einrichtungen, die Modernisierung von Straßen und Infrastruktur sowie die langfristige Finanzierung öffentlicher Leistungen.
Eindeutiges Wahlergebnis bei niedriger Beteiligung
Das Wahlergebnis ist aus zwei Gründen bemerkenswert.
Einerseits erhielt der Amtsinhaber nahezu sämtliche gültigen Stimmen. Andererseits nahm nur etwa jeder dritte Wahlberechtigte an der Abstimmung teil.
Da kein weiterer offizieller Bewerber antrat, fand kein unmittelbarer Wettbewerb zwischen mehreren Kandidaten statt. Das schränkt die Aussagekraft des Ergebnisses über die politischen Präferenzen der gesamten Wahlbevölkerung ein.
Die Wiederwahl selbst steht damit jedoch fest.
Am 1. Januar 2027 beginnt Thomas Schubert seine zweite siebenjährige Amtsperiode als Oberbürgermeister von Coswig. Bis Ende 2033 wird er nach dem regulären Amtszeitplan die Geschicke der Großen Kreisstadt weiter mitgestalten.