Der neue Bernauer Kulturhof nimmt zunehmend Gestalt an.

Zwischen der Stadtbibliothek und dem Treff 23 ist ein moderner Verbindungsbau entstanden. Seine Glasfassade prägt bereits das neue Erscheinungsbild des Ensembles, während im Inneren noch Ausbauarbeiten laufen.

Estrich und Akustikdecken werden eingebaut

Im Untergeschoss wurde nach Angaben der Stadt zuletzt Estrich eingebracht.

Im Obergeschoss werden Akustikdecken montiert. Diese sollen später dafür sorgen, dass Gespräche, Veranstaltungen und andere Nutzungen in den Räumen nicht durch starken Hall beeinträchtigt werden.

Der Ausbau zeigt, dass das Projekt inzwischen über den Rohbau hinaus ist und sich auf die künftige Innenausstattung zubewegt.

Verbindung zwischen bestehenden Einrichtungen

Der neue Baukörper verbindet die Bibliothek mit dem Treff 23.

Dadurch entsteht nicht nur ein baulicher Übergang, sondern ein gemeinsamer Kulturstandort mit unterschiedlichen Nutzungen.

Besucher sollen später leichter zwischen Bibliothek, Veranstaltungen, Begegnungsangeboten und weiteren Einrichtungen wechseln können.

Veranstaltungsräume und Büros geplant

Im Kulturhof sollen neue Veranstaltungsräume und Büros entstehen.

Damit erhält Bernau zusätzliche Flächen für Lesungen, Vorträge, Workshops, kleinere Aufführungen oder gesellschaftliche Veranstaltungen.

Die Räume können zugleich bestehende Einrichtungen entlasten und neue Kooperationen zwischen Bibliothek, Vereinen und Kulturakteuren ermöglichen.

Lesecafé soll neuen Treffpunkt schaffen

Ein zentrales Element ist das geplante Lesecafé.

Bibliotheken entwickeln sich zunehmend von reinen Ausleihstellen zu Aufenthalts- und Begegnungsorten. Ein Café kann dazu beitragen, dass Besucher länger bleiben, lesen, arbeiten oder miteinander ins Gespräch kommen.

Entscheidend wird sein, ob das Angebot bezahlbar, regelmäßig geöffnet und eng mit dem Bibliotheksbetrieb verbunden ist.

Gründach als Teil des Baukonzepts

Der Verbindungsbau erhält ein klimafreundlich gestaltetes Gründach.

Begrünte Dächer können Regenwasser zurückhalten, die Aufheizung von Gebäuden reduzieren und zusätzliche Lebensräume für Insekten schaffen.

Sie ersetzen keine umfassende Klimaanpassung, sind aber ein sinnvoller Baustein bei innerstädtischen Bauprojekten.

Kulturstandort soll Innenstadt stärken

Der Kulturhof liegt in einem städtischen Umfeld, das von kurzen Wegen und bestehenden Einrichtungen geprägt ist.

Ein attraktiver Kulturstandort kann zusätzliche Besucher in die Innenstadt bringen und auch Handel sowie Gastronomie stärken.

Dafür muss der Kulturhof jedoch mit einem verlässlichen Programm gefüllt werden. Ein modernes Gebäude allein garantiert noch keine dauerhafte Nutzung.

Baukosten und Betrieb im Blick behalten

Bei öffentlichen Kulturprojekten endet die finanzielle Verantwortung nicht mit der Fertigstellung.

Neben Baukosten entstehen dauerhaft Ausgaben für Personal, Energie, Reinigung, Instandhaltung und Veranstaltungen.

Die Stadt muss deshalb frühzeitig klären, wie die Räume ausgelastet und wirtschaftlich betrieben werden können.

Der Bernauer Kulturhof ist noch nicht fertig, lässt seine künftige Funktion aber bereits erkennen.

Der gläserne Verbindungsbau zwischen Bibliothek und Treff 23 soll Veranstaltungsräume, Büros und ein Lesecafé aufnehmen. Damit entsteht ein neuer öffentlicher Treffpunkt für Kultur, Bildung und Begegnung.

Entscheidend wird nun sein, dass Bauabschluss, Ausstattung und späterer Betrieb zuverlässig zusammengeführt werden.

Quelle

– Stadt Bernau bei Berlin: Mitteilung zum Baufortschritt am Kulturhof.