Berlin hält an der Unterstützung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung für die Jahre 2028 und 2030 fest. Der Senat hat die erforderlichen finanziellen Ressourcen nochmals bestätigt, nachdem die ILA 2026 neue Rekordwerte erreicht hatte.

Grundlage ist die bereits 2024 beschlossene Rahmenvereinbarung für den Zeitraum 2026 bis 2030. Sie gibt Messe, Ausstellern und Partnern Planungssicherheit und regelt zugleich, wie Berlin und Brandenburg ein mögliches Defizit absichern können.

Länder teilen mögliches Defizit

Für jede Veranstaltung kann ein mögliches Defizit mit höchstens 6,5 Millionen Euro abgesichert werden. Berlin und Brandenburg tragen davon jeweils bis zu 3,25 Millionen Euro.

Der aktuelle Beschluss bekräftigt, dass Berlin diese Unterstützung auch für die Ausgaben 2028 und 2030 bereitstellen will. Nach Angaben des Senats liegen bei der Messe Berlin bereits zahlreiche Buchungen für 2028 vor.

Die ILA verbindet Fachmesse, Konferenz und Flugschau. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger präsentieren dort Entwicklungen aus ziviler Luftfahrt, Raumfahrt und sicherheitsbezogener Technik.

Rekordmesse stärkt Standortargument

Die ILA 2026 fand vom 10. bis 14. Juni statt. Nach Angaben des Landes kamen 110.000 Teilnehmende, 765 Aussteller aus 37 Staaten und 330 Delegationen aus 60 Ländern. Rund 100 Fluggeräte wurden gezeigt.

Gegenüber 2024 stieg die Zahl der Aussteller um 27,5 Prozent. Bei den Besuchern betrug das Plus 16 Prozent, bei den Delegationen 65 Prozent. Auf drei Bühnen standen mehr als 400 Sprecher in über 300 Veranstaltungen.

Auch der Talent Hub erreichte mit 3.500 Teilnehmenden eine große Reichweite. Der gemeinsame Stand Berlin-Brandenburg in der Raumfahrthalle vereinte 30 Aussteller und war damit der bislang größte regionale Gemeinschaftsstand auf einer ILA.

Für die Hauptstadtregion ist die Messe deshalb nicht nur ein Veranstaltungstermin. Sie dient der Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen, Forschung und Politik und soll den Standort für Luft- und Raumfahrttechnik international sichtbar halten.

Die nächste ILA ist vom 17. bis 21. Mai 2028 vorgesehen. Bis dahin müssen Veranstalter und Länder die konkrete Planung, Finanzierung und Belegung auf Grundlage der bestehenden Vereinbarung weiter vorbereiten.

Die erneute Absicherung verbessert vor allem die Planungssicherheit. Veranstalter können Flächen, Programme und internationale Partnerschaften über mehrere Jahre vorbereiten, während Unternehmen ihre Messeauftritte früh einplanen. Ob die Defizitgarantie tatsächlich in Anspruch genommen wird, hängt vom wirtschaftlichen Ergebnis der jeweiligen Veranstaltung ab und steht deshalb erst nach deren Abrechnung fest. Die zuständigen Stellen müssen Fortschritt, Kosten und Wirkung transparent dokumentieren, damit politische Entscheidungen und praktische Folgen nachvollziehbar bleiben. Dazu gehört auch eine verständliche Information der Berliner Öffentlichkeit über erreichte Schritte und weiterhin offene Fragen.

Quellen

Presse- und Informationsamt des Landes Berlin: Fortführung der ILA 2028 und 2030 gesichert, 11. August 2026