Der Streit über die Zukunft des früheren Sport- und Erholungszentrums in Friedrichshain erreicht eine neue Stufe. Das Bezirksamt hat ein förmliches Einvernehmensverfahren eingeleitet, um weitere Rückbauarbeiten zu verhindern.

Bezirk fordert Zustimmung des Landesdenkmalamtes

Wie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg mitteilt, soll das Landesdenkmalamt dem Vorgehen gegen ungenehmigte Rückbauarbeiten zustimmen. Der Bezirk beruft sich dabei auf das Berliner Denkmalschutzgesetz und die Bauordnung.

Sollte das Landesdenkmalamt das erforderliche Einvernehmen verweigern, will der Bezirk die Angelegenheit unmittelbar der obersten Denkmalschutzbehörde vorlegen.

Alternative sieht Erhalt und Wohnungsbau vor

Parallel lässt Friedrichshain-Kreuzberg einen Alternativentwurf des Bündnisses „SEZ-Quartier neu denken“ fachlich prüfen. Dabei geht es um die Frage, ob Teile des bestehenden Gebäudes erhalten und zugleich neuer Wohnraum geschaffen werden können.

Der Bezirk verlangt, dass mögliche Erhaltungsvarianten in die weitere städtebauliche Entscheidung einbezogen werden.

Entscheidung über Gelände bleibt offen

Eine endgültige Lösung für das Areal gibt es damit weiterhin nicht. Im Mittelpunkt steht inzwischen nicht nur die Frage nach einem Abriss, sondern auch die künftige Nutzung des Grundstücks.

Mit dem neuen Verfahren versucht der Bezirk zu verhindern, dass durch weitere Arbeiten Fakten geschaffen werden, bevor die verschiedenen Konzepte abschließend geprüft sind.

Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg