Rund 100 Einsatzkräfte haben zwei Nagelstudios an der Herzbergstraße kontrolliert. Mehr als 40 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz wurden festgestellt, nachdem insgesamt rund 138 Menschen überprüft worden waren.
Polizei und Zoll prüfen Arbeitsausbeutung
Wie die Polizei Berlin und das Hauptzollamt Berlin mitteilen, fand der Einsatz bereits am 10. August in einem Gewerbegebiet an der Herzbergstraße statt. Beteiligt waren die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Arbeitsausbeutung, ein Fachkommissariat sowie eine Einsatzhundertschaft.
Ziel der Kontrolle war es auch, mögliche Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu erkennen.
84 Beschäftigte und Auszubildende überprüft
In den beiden Betrieben trafen die Einsatzkräfte rund 138 Personen an. Darunter befanden sich 43 Kunden sowie 84 Beschäftigte und Auszubildende.
Bei mehr als 40 Personen stellten die Behörden Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Mehr als 40 Menschen wurden erkennungsdienstlich behandelt.
Zwei Minderjährige unter den Kontrollierten
Unter den Betroffenen befanden sich zwei Minderjährige. Sie wurden an die zuständige Erstaufnahme- und Klärungsstelle für unbegleitete Minderjährige übergeben.
28 Personen kamen anschließend zum Landesamt für Einwanderung. Zusätzlich beteiligten sich das Bezirksamt Lichtenberg, die Steuerfahndung und die Kassenprüfung an den Maßnahmen.
Kein Opfer von Menschenhandel festgestellt
Nach Angaben der Behörden gab sich während der Kontrolle niemand als Opfer von Menschenhandel zu erkennen. Einsatzkräfte führten Gespräche und verteilten Informationsmaterial.
Die Feststellungen zum Aufenthaltsrecht und mögliche weitere Verstöße werden nun von den zuständigen Stellen bearbeitet.
Quelle: Polizei Berlin; Hauptzollamt Berlin