Berlin. Bei einem schweren Unfall mit einem BVG-Bus sind in Berlin-Neukölln 15 Menschen verletzt worden. Der Bus der Linie M46 kam am späten Sonnabendabend in Britz von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Ein Fahrgast wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Spezialkräften der Feuerwehr befreit werden.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 23.20 Uhr in der Fulhamer Allee. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der 41 Jahre alte Busfahrer die Kontrolle über das Fahrzeug.
Der gelbe Linienbus verließ die Fahrbahn und kam nach dem Zusammenstoß mit einem Baum auf dem Gehweg zum Stehen. Bilder vom Unfallort zeigten den Bus auf der linken Straßenseite in Richtung Parchimer Allee.
Busfahrer und 14 Fahrgäste verletzt
Bei dem Aufprall wurden der Fahrer und 14 Fahrgäste verletzt. Die Betroffenen erlitten nach Angaben der Polizei Verletzungen an Kopf, Oberkörpern und Beinen.
Besonders aufwendig gestaltete sich die Rettung eines 25 Jahre alten Fahrgastes. Sein Bein war nach dem Zusammenstoß im Bus eingeklemmt. Einsatzkräfte des Technischen Dienstes der Berliner Feuerwehr mussten den Mann aus dem Fahrzeug befreien.
Der Busfahrer und sechs Fahrgäste wurden zur stationären Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Acht weitere Verletzte konnten ambulant versorgt werden. Nach Angaben der Polizei schwebte keiner der Betroffenen in Lebensgefahr.
Unfallursache ist noch ungeklärt
Warum der Fahrer mit dem Linienbus von der Fulhamer Allee abkam, ist bislang nicht bekannt. Das Verkehrsunfallkommando der Berliner Polizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf.
Die Spezialisten sicherten Spuren am Fahrzeug und im Bereich der Unfallstelle. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob ein technischer Defekt, ein medizinischer Notfall, ein Fahrfehler oder äußere Umstände zu dem Unfall führten.
Gesicherte Hinweise auf die Ursache lagen zunächst nicht vor. Die Polizei machte deshalb keine Angaben zu möglichen strafrechtlichen Vorwürfen gegen den Busfahrer.
Fulhamer Allee für etwa zwei Stunden gesperrt
Der Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst dauerte bis in den frühen Sonntagmorgen. Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten musste die Fulhamer Allee für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.
Die Sperrung dauerte nach Polizeiangaben ungefähr zwei Stunden. Der beschädigte Bus musste nach dem Ende der Rettungsarbeiten vom Unfallort entfernt werden.
Die Berliner Verkehrsbetriebe kündigten an, die Ermittlungen der Polizei umfassend zu unterstützen. Das Unternehmen dankte den Rettungs- und Einsatzkräften für deren Arbeit und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung.
Feuerwehr muss auf komplizierte Busunfälle vorbereitet sein
Unfälle mit Linienbussen stellen die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. In den Fahrzeugen befinden sich häufig zahlreiche Fahrgäste, die während der Fahrt nicht angeschnallt sind. Bereits ein einzelner heftiger Aufprall kann deshalb viele Verletzte verursachen.
Hinzu kommen enge Gänge, Sitze und Fahrzeugteile, die den Zugang zu eingeklemmten Personen erschweren können. Beim Unfall in Britz war deshalb der Einsatz spezialisierter technischer Kräfte notwendig.
Dass niemand lebensgefährlich verletzt wurde, ist angesichts der Zahl der Betroffenen eine wichtige Nachricht. Dennoch zeigt der Vorfall, wie schnell aus einer gewöhnlichen nächtlichen Busfahrt ein Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei werden kann.
Wann die Ermittlungen zur Unfallursache abgeschlossen werden, ist derzeit nicht bekannt.
Quelle: Polizei Berlin, 13. September 2026