Mehr als 320.000 Menschen haben die Brancusi-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie besucht. Damit zählt die große Retrospektive zu den meistbesuchten Ausstellungen des Hauses seit seiner Eröffnung 1968. Nach dem Ende der Schau bereitet das Museum bereits die nächste große Sonderausstellung vor: Ab 10. September steht Maurizio Cattelan im Mittelpunkt.
Brancusi gehört zu den größten Ausstellungserfolgen
Wie die Neue Nationalgalerie mitteilt, legte die Ausstellung in ihrer letzten Woche noch einmal deutlich bei den Besucherzahlen zu.
Mit mehr als 320.000 Gästen reiht sich „Brancusi“ in eine Gruppe besonders erfolgreicher Ausstellungen ein. Dazu zählt das Museum unter anderem „Das MoMA in Berlin“ aus dem Jahr 2004, „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ von 2007 und die Gerhard-Richter-Ausstellung von 2012.
Mehr als 150 Arbeiten in Berlin
Die Retrospektive war vom 20. März bis 9. August 2026 in Berlin zu sehen.
Gemeinsam mit dem Centre Pompidou in Paris zeigte die Neue Nationalgalerie mehr als 150 Arbeiten des rumänisch-französischen Bildhauers Constantin Brancusi. Es war nach Angaben des Museums die erste umfassende Werkschau des Künstlers seit mehr als 50 Jahren in Deutschland.
Zu sehen waren unter anderem bekannte Arbeiten wie „Schlummernde Muse“, „Der Kuss“, „Vogel im Raum“ und die „Unendliche Säule“.
Atelier erstmals außerhalb von Paris rekonstruiert
Ein besonderer Bestandteil der Ausstellung war die Teilrekonstruktion von Brancusis berühmtem Pariser Atelier.
Erstmals wurde dieses Ensemble außerhalb von Paris gezeigt. Präsentiert wurden Werkzeuge, Möbel und Kunstwerke sowie historische Dokumente, Fotografien und Filme.
Das Atelier in der Impasse Ronsin war für Brancusi nicht nur Arbeitsplatz, sondern zugleich Lebens- und Ausstellungsraum.
Brancusi prägte die moderne Skulptur
Constantin Brancusi wurde 1876 geboren und starb 1957.
Nach akademischen Anfängen in Rumänien entwickelte er ab 1907 in Paris eine zunehmend reduzierte und abstrakte Formensprache. Seine Arbeiten machten ihn zu einem der wichtigsten Wegbereiter der modernen Skulptur im 20. Jahrhundert.
Die Berliner Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou und vereinte Leihgaben aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen.
Maurizio Cattelan folgt im September
Nach dem Ende der Brancusi-Retrospektive richtet die Neue Nationalgalerie den Blick bereits auf die nächste große Präsentation.
Ab dem 10. September 2026 zeigt das Museum die Sonderausstellung „Maurizio Cattelan. NIGHT“.
Quelle:
Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Pressemitteilung vom 11. August 2026.