Die Sanierung der Rudelsburg bei Bad Kösen wird mit weiteren Landesmitteln unterstützt. Für die Instandsetzung des östlichen Giebels stehen 405.000 Euro aus Sachsen-Anhalt bereit. Wie die Stadt Naumburg mitteilt, beteiligt sie sich mit 45.000 Euro Eigenmitteln an der Baumaßnahme.
Ostgiebel soll bis 2028 saniert werden
Den Zuwendungsbescheid übergab Kulturminister Rainer Robra am 14. August an Oberbürgermeister Armin Müller und Vertreter der Stadt Naumburg.
Die Arbeiten am östlichen Giebel sollen voraussichtlich bis 2028 abgeschlossen werden.
Weitere Arbeiten laufen an der Burg
Seit 2024 werden außerdem die Flächenentwässerung an der südlichen Umfassungsmauer und die Instandsetzung des Süd-West-Turms umgesetzt.
Für die Entwässerung sind rund 277.800 Euro vorgesehen, davon 250.000 Euro Fördermittel; beim Süd-West-Turm liegen die veranschlagten Kosten bei rund 655.600 Euro, davon 488.890 Euro Förderung.
Land fördert Sanierung seit Jahren
In den vergangenen Jahren wurden weitere Bereiche der Burganlage gesichert und instand gesetzt.
Dazu zählen unter anderem der Süd-Ost-Turm, Planungsleistungen für Brücke, Ostgiebel, östliche Umfassungsmauer und Bergfried sowie Arbeiten an Terrasse und Dach über dem Rittersaal.
Rudelsburg ist bedeutendes Ausflugsziel
Die Rudelsburg wurde 1171 erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich im 19. Jahrhundert erneut zu einem bekannten Ausflugsziel.
Seit 1848 erlangte sie zudem als Treffpunkt der Kösener Corpsstudenten überregionale Bekanntheit.
Sanierung soll historische Substanz sichern
Oberbürgermeister Armin Müller bezeichnet die Förderung als wichtigen Schritt für den langfristigen Erhalt der Burganlage.
Kulturminister Rainer Robra verweist zugleich auf die Bedeutung der Saaleburgen für das kulturelle Erbe und den Tourismus in Sachsen-Anhalt.
Quelle: Stadt Naumburg (Saale)