Kaum eine Unternehmergeschichte ist so eng mit Zwickau verbunden und zugleich so international wie die von Salman Schocken. Am 18. August widmet die Stadtbibliothek dem Unternehmer, Verleger und Kunstsammler eine Veranstaltung unter dem Titel „Salman Schocken. Topografien eines Lebens“.
Der Termin beginnt um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Zwickau.
Unternehmensgeschichte begann in Zwickau
Gemeinsam mit seinem Bruder Simon gründete Salman Schocken 1907 in Zwickau die Firma I. Schocken Söhne.
Aus diesem Unternehmen entwickelte sich einer der größten Warenhauskonzerne Deutschlands.
Zeitweise gehörten rund 20 Standorte zum Unternehmen.
Nationalsozialisten zwangen Familie zur Aufgabe
1938 wurde die Familie im Zuge der antisemitischen Verfolgung zur Aufgabe ihres Unternehmens gezwungen.
Das Warenhausimperium wurde „arisiert“.
Damit steht die Geschichte Schockens beispielhaft für die systematische Enteignung jüdischer Unternehmer im Nationalsozialismus.
Schocken war mehr als Warenhausunternehmer
Salman Schocken interessierte sich intensiv für Literatur und jüdische Kultur.
Er wurde Verleger, Sammler und Förderer von Autoren.
Damit reicht seine Biografie weit über die Handelsgeschichte hinaus.
Zwickau besitzt mehrere Schocken-Orte
Auch der „Goldene Anker“ am Hauptmarkt ist mit der Familie verbunden.
Dort gründeten Salman und Simon Schocken 1907 ihre Einkaufszentrale.
Das spätere Kaufhaus Schocken wiederum gehört bis heute zu den bekanntesten Gebäuden der Zwickauer Innenstadt.
Veranstaltung passt ins jüdische Themenjahr
2026 richtet Sachsen mit „Tacheles“ ein Themenjahr der jüdischen Kultur aus.
In Zwickau finden dazu mehrere Veranstaltungen und Ausstellungen statt.
Die Schocken-Geschichte besitzt dabei eine besondere lokale Bedeutung.
Quellen
Stadtbibliothek Zwickau: „Salman Schocken. Topografien eines Lebens“, Veranstaltung am 18. August 2026
Stadt Zwickau: Geschichte des Kaufhauses Schocken und der Familie Schocken