Die Stadt arbeitet gemeinsam mit Verkehrsplanern an einem langfristigen Mobilitätskonzept. Neben Verkehrszählungen und fachlichen Analysen sollen auch die Erfahrungen der Einwohner in die Planung einfließen.
Fußwege, Radverbindungen, Buslinien und Autoverkehr müssen in Zittau künftig besser aufeinander abgestimmt werden. Der Mobilitätsplan „Zittau und Ortsteile 2035“ soll festlegen, welche Maßnahmen in den kommenden Jahren Vorrang erhalten.
An dem Konzept arbeiten die Stadt Zittau, der Planungsverband Transport und Verkehr sowie die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft. Ziel ist eine Bestandsaufnahme, aus der konkrete Verbesserungen für unterschiedliche Verkehrsmittel entstehen sollen.
Verkehrszählungen liefern neue Datengrundlage
An ausgewählten Kreuzungen wurden bereits Verkehrszählungen durchgeführt. Zusätzlich entsteht ein Verkehrsmodell, das zeigen soll, welche Straßen und Verbindungen künftig besonders stark beansprucht werden.
Damit soll nicht nur auf bestehende Probleme reagiert werden. Die Planer wollen auch berücksichtigen, wie sich Einwohnerzahl, Pendlerverkehr, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung auf die Mobilität auswirken.
Sprechstunde mit einem Nahverkehrsexperten
Am 24. August ist von 12 bis 16 Uhr eine Sprechstunde mit dem ÖPNV-Experten Matthias Böhm vorgesehen. Einwohner können dort Fragen zum Bus- und Bahnangebot stellen und eigene Erfahrungen schildern.
Darüber hinaus können Hinweise zu Fußwegen, Radverkehr, öffentlichem Nahverkehr und Autoverkehr über ein digitales Beteiligungsportal übermittelt werden. Die Stadt ruft ausdrücklich dazu auf, konkrete Problemstellen und Verbesserungsvorschläge zu nennen.
Öffentliche Veranstaltung im September
Die bisherigen Ergebnisse sollen am 9. September von 17.30 bis 19.30 Uhr in der Villa an der Hochwaldstraße 21b vorgestellt werden. Geplant ist eine Diskussion über Leitlinien, Prioritäten und mögliche Maßnahmen.
Eine Anmeldung ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Damit soll auch Einwohnern eine Teilnahme ermöglicht werden, die sich erst kurzfristig entscheiden.
Entscheidend ist die spätere Umsetzung
Ein Mobilitätsplan allein verändert noch keine Straße und verbessert noch keinen Fahrplan. Entscheidend wird sein, welche Projekte tatsächlich finanziert und umgesetzt werden.
Für Zittau liegen die Herausforderungen auf der Hand: Die Innenstadt soll erreichbar bleiben, die Ortsteile dürfen nicht abgehängt werden und gleichzeitig müssen sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Der Beteiligungsprozess bietet die Möglichkeit, diese Interessen frühzeitig zusammenzuführen.
Quellen
Stadt Zittau, Informationen zum Mobilitätsplan „Zittau und Ortsteile 2035“, Stand 3. August 2026.
Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, Einladung zur zweiten Öffentlichkeitsveranstaltung und zur Bürgerbeteiligung, veröffentlicht im Juli 2026.