Der Freistaat Sachsen stellt 9,2 Millionen Euro für den Standort Zittau des Klinikums Oberlausitzer Bergland bereit. Notaufnahme und Intensivstation werden um- und ausgebaut, weil die medizinische Infrastruktur an gestiegene bauliche, strukturelle und logistische Anforderungen angepasst werden soll.
9,2 Millionen Euro fließen ins Klinikum Zittau
Wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mitteilt, hat Gesundheitsministerin Petra Köpping den Fördermittelbescheid am 14. August an die Geschäftsführung des Klinikums übergeben. Die 9,2 Millionen Euro werden als Einzelförderung nach dem Sächsischen Krankenhausgesetz bereitgestellt.
Die Investition betrifft die im Haus 2 untergebrachte Notaufnahme und die Intensivstation. Beide Bereiche sollen baulich und technisch weiterentwickelt werden, um den Anforderungen moderner Notfallmedizin besser gerecht zu werden.
Herzkatheter wird von Ebersbach nach Zittau verlagert
Parallel zum Ausbau wird der Linksherzkatheter-Messplatz von Ebersbach nach Zittau verlagert. Der Freistaat sieht darin gemeinsam mit der erweiterten Notaufnahme einen wichtigen Schritt zur Bündelung medizinischer Kompetenzen am Zittauer Standort.
Diagnostische und notfallmedizinische Leistungen sollen dadurch effizienter miteinander verbunden werden. Für Patienten sollen sich zugleich modernere Behandlungsmöglichkeiten und kürzere Abläufe ergeben.
Zweiter Rettungsweg verbessert Brandschutz
Ein Teil der Millioneninvestition fließt in den Brandschutz. Geplant ist ein zusätzlicher Kopfbau mit Bettenaufzug und Fluchttreppenhaus, der einen zweiten Rettungsweg für das Gebäude schafft.
Darüber hinaus sollen Räume lüftungs- und klimatechnisch modernisiert werden. Das Ministerium will damit hygienische Bedingungen verbessern und zugleich Anforderungen erfüllen, die bei möglichen Infektionslagen an die medizinische Infrastruktur gestellt werden.
Klinikum versorgt Patienten an zwei Standorten
Das Klinikum Oberlausitzer Bergland gehört nach dem aktuellen sächsischen Krankenhausplan zur Regelversorgung. Es betreibt die Standorte Zittau und Ebersbach mit insgesamt 385 Betten und 13 tagesklinischen Plätzen.
Mit der Förderung erhält insbesondere der Standort Zittau eine erhebliche Aufwertung seiner Notfall- und Intensivmedizin. Für die Gesundheitsversorgung im südlichen Landkreis Görlitz stärkt Sachsen damit eine zentrale medizinische Infrastruktur unmittelbar an der deutsch-polnisch-tschechischen Grenzregion.
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt