Zehn junge Freiwillige aus verschiedenen Ländern unterstützen derzeit die Ferienbetreuung in Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg. Das internationale Workcamp startete am Mittwoch und dauert rund anderthalb Wochen.
Die Teilnehmer kommen aus Frankreich, Italien, Spanien, Mexiko, Aserbaidschan, Litauen und Deutschland. Die meisten von ihnen sind Studierende. Untergebracht sind sie im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in Wismar, wo sie auch einen Teil der Ferienangebote begleiten.
Spiele, Bastelangebote und gemeinsame Ausflüge
Während ihres Aufenthalts organisieren die Freiwilligen verschiedene Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Zum Programm gehören unter anderem Spiele, Bastelaktionen und gemeinsames Grillen.
Darüber hinaus sind Ausflüge in den Tierpark oder zu einem Badeteich vorgesehen. Die internationalen Teilnehmer bringen dabei eigene Erfahrungen und Ideen aus ihren Herkunftsländern ein.
Das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum bietet während der Sommerferien ohnehin täglich wechselnde Freizeitangebote an. Für den 28. Juli ist beispielsweise ein internationaler Tag angekündigt, den die Teilnehmer des Workcamps planen und durchführen sollen.
Einsatz nicht nur in Wismar
Die jungen Freiwilligen arbeiten nicht ausschließlich im Wismarer Freizeitzentrum. Sie unterstützen auch Veranstaltungen und Ausflüge für Kinder in weiteren Orten des Landkreises.
Geplante Einsatzorte sind Schönberg, Rehna, Warin, Dorf Mecklenburg, Neukloster und Stove. Damit erreicht das Projekt auch Kinder und Jugendliche außerhalb der Hansestadt.
Die Betreuung verbindet praktische Ferienangebote mit internationaler Begegnung. Kinder lernen Menschen aus verschiedenen Ländern kennen, während die Freiwilligen Erfahrungen in der sozialen Arbeit sammeln.
Studierende wollen Deutschkenntnisse verbessern
Viele Teilnehmer nutzen das Workcamp, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen. Gleichzeitig möchten sie praktische Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sammeln.
Die Verbindung aus freiwilliger Arbeit, Sprachpraxis und internationalem Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil solcher Workcamps. Die Teilnehmer leben für einen begrenzten Zeitraum zusammen und übernehmen gemeinsam konkrete Aufgaben.
Für die jungen Freiwilligen werden Unterkunft und Verpflegung übernommen. Damit können auch Studierende teilnehmen, die sich einen längeren Aufenthalt aus eigenen Mitteln möglicherweise nicht leisten könnten.
Ferienangebote für Kinder zwischen sechs und 16 Jahren
Nach Angaben einer Ausschreibung für das Workcamp werden täglich Gruppen von etwa zehn bis 30 Kindern und Jugendlichen betreut. Die Angebote richten sich demnach an Teilnehmer zwischen sechs und 16 Jahren.
Vorgesehen sind kreative Aktionen, Sportspiele, Musik und Tanz. Die Freiwilligen sollen auch Spiele, Lieder oder Bastelideen aus ihren Heimatländern einbringen.
Dadurch wird das Ferienprogramm nicht nur zu einer Betreuungsmöglichkeit, sondern auch zu einer Form praktischer internationaler Bildung.
Landkreis und Hansestadt tragen das Projekt
Finanziert und organisiert wird das Workcamp vom Fachdienst Jugend des Landkreises Nordwestmecklenburg und von der Hansestadt Wismar.
Internationale Workcamps werden in Wismar bereits seit 2007 durchgeführt. Seit elf Jahren liegt die Organisation nach Angaben des NDR auch beim Landkreis Nordwestmecklenburg. Im kommenden Jahr könnte das Projekt damit sein 20-jähriges Bestehen feiern.
Die lange Laufzeit zeigt, dass sich das Modell als Bestandteil der regionalen Ferienbetreuung etabliert hat.
Mehr als eine kurzfristige Betreuung
Der Nutzen des Workcamps geht über die reine Entlastung während der Ferien hinaus.
Kinder und Jugendliche erleben Menschen aus verschiedenen Kulturen unmittelbar im Alltag. Sprachliche Unterschiede werden dabei nicht nur erklärt, sondern beim gemeinsamen Spielen, Basteln oder Kochen praktisch überwunden.
Für die Studierenden wiederum bietet das Projekt Einblicke in die Kinder- und Jugendarbeit sowie in das Leben einer deutschen Region abseits der großen Metropolen.
Internationale Begegnung im Alltag
Gerade in kleineren Städten und ländlichen Gebieten sind internationale Begegnungen nicht für alle jungen Menschen selbstverständlich.
Das Workcamp bringt diese Erfahrung direkt in die Freizeiteinrichtungen. Kinder müssen dafür weder verreisen noch an einem besonderen Austauschprogramm teilnehmen.
Zugleich können die internationalen Freiwilligen Wismar und Nordwestmecklenburg kennenlernen und Kontakte zu anderen Teilnehmern sowie zu Mitarbeitern der Einrichtungen knüpfen.
Ferienprogramm in Wismar bleibt vielfältig
Neben dem Workcamp bieten Wismarer Jugendclubs, Museen und Freizeiteinrichtungen während der Sommerferien zahlreiche weitere Veranstaltungen an.
Im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum sind unter anderem Kreativtage, Discgolf, Schmuckgestaltung, Graffiti, Nähen, Batiken und gemeinsames Grillen geplant. Weitere Ferienangebote gibt es im Museum Schabbell und im phanTECHNIKUM.
Das internationale Workcamp ergänzt dieses Programm um einen besonderen Schwerpunkt: Begegnung über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.
Das Workcamp im Überblick
Teilnehmer:
Zehn junge Freiwillige
Herkunftsländer:
Frankreich, Italien, Spanien, Mexiko, Aserbaidschan, Litauen und Deutschland
Dauer:
rund anderthalb Wochen
Unterkunft:
Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Wismar
Weitere Einsatzorte:
Schönberg, Rehna, Warin, Dorf Mecklenburg, Neukloster und Stove
Angebote:
Spiele, Basteln, Sport, Grillen und Ausflüge
Organisation:
Fachdienst Jugend des Landkreises Nordwestmecklenburg und Hansestadt Wismar
Quellen:
NDR Mecklenburg-Vorpommern, Hansestadt Wismar, Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Wismar sowie Informationen zum internationalen Workcamp.