Schloss, Kirchen, Türme und historische Rittergüter: Am Sonntag, dem 13. September 2026, beteiligt sich Weißenfels erneut am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen zwölf historische Orte in der Saalestadt und ihren Ortschaften ihre Türen.
Baustellenführung im Schloss Neu-Augustusburg
Einer der Schwerpunkte ist Schloss Neu-Augustusburg. Um 10 Uhr beginnt dort eine Baustellenführung durch Bereiche der Barockanlage, die derzeit denkmalgerecht saniert werden.
Der Südflügel und der südliche Westflügel sollen zu einem Behördenstandort umgebaut werden. Bis 2030 sind Investitionen von rund 40,8 Millionen Euro vorgesehen.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Schlosshofes öffnet die Schlosskirche St. Trinitatis. Wegen ihrer aufwendigen Stuckarbeiten, Fresken und Kassettendecke wird sie auch als „Sixtinische Kapelle Mitteldeutschlands“ bezeichnet.
Von 10 bis 16 Uhr werden stündlich Führungen durch die Fürstengruft angeboten.
Türme, Kirchen und historische Gräber
Weitere Denkmäler im Weißenfelser Stadtgebiet beteiligen sich ebenfalls am Aktionstag.
Geöffnet beziehungsweise geplant sind:
- Bismarckturm: Aufstieg von 10 bis 17 Uhr
- Friedhof Am Sausenhölzchen: Führung zu denkmalgeschützten Gräbern, Uhrzeit folgt
- Marienkirche: Besichtigung im Rahmen des Aktionstages
- Lutherkirche: geöffnet für Besucher
- Simon-Rau-Zentrum: Informationstafel zur ehemaligen Synagoge in der Jüdenstraße 31 und Geigerpassage
Die ehemalige Synagoge selbst kann 2026 nicht besichtigt werden. Grund sind statische Probleme am benachbarten Gebäude.
Rittergüter und Kirchen in den Ortschaften
Auch mehrere Weißenfelser Ortschaften beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals.
In Reichardtswerben können Besucher von 14 bis 16 Uhr das Diorama zur Schlacht bei Roßbach und die Kirche besichtigen.
In Burgwerben öffnen Rittergut und Kirche jeweils von 10 bis 17 Uhr. Im Rittergut werden neben Führungen auch Kaffee, Kuchen und Wein von Burgwerbener Winzern angeboten.
Die Kirchengemeinde in Uichteritz beteiligt sich von 11 bis 17 Uhr. Dort ist eine Präsentation zur Restaurierung des Kanzelaltars zu sehen.
„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“
Unter diesem bundesweiten Motto soll 2026 sichtbar werden, wie historische Bauwerke, Verkehrswege, Versorgungssysteme und gesellschaftliche Verbindungen miteinander verknüpft sind.
Größte Kulturveranstaltung Deutschlands
Der Tag des offenen Denkmals findet traditionell am zweiten Sonntag im September statt. Seine Ursprünge liegen in Frankreich, wo 1984 erstmals historische Gebäude für die Öffentlichkeit geöffnet wurden.
1991 rief der Europarat die „European Heritage Days“ ins Leben. In Deutschland gilt der Tag des offenen Denkmals inzwischen als größte Kulturveranstaltung des Landes.
Zahlreiche historische Gebäude, Museen und Anlagen öffnen an diesem Tag Bereiche, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind.
Wichtige Informationen
- Termin: Sonntag, 13. September 2026
- Ort: Weißenfels und mehrere Ortschaften
- Teilnehmende Denkmäler: zwölf
- Motto: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“
- Programm: Führungen, Besichtigungen und Präsentationen
- Eintritt: Angaben abhängig vom jeweiligen Veranstaltungsort
Quellen und Datenbasis
- Stadt Weißenfels: Pressemitteilung vom 29. Juli 2026 zum Tag des offenen Denkmals
- Deutsche Stiftung Denkmalschutz: bundesweites Motto und Gesamtprogramm 2026
- Angaben der beteiligten Kirchen, Einrichtungen und Ortschaften