Großschönau will seine Strategie zur Ansiedlung von Einwohnern und Unternehmen neu aufstellen und dabei auch den Erholungsort Waltersdorf einbeziehen. Wie die Gemeinde Großschönau in ihrer veröffentlichten Beschlussübersicht mitteilt, soll der Bürgermeister dem Gemeinderat im September 2026 zunächst eine Bilanz des bisherigen Prozesses „Großschönau 2030“ vorlegen.

Auf Grundlage dieser Bilanz soll anschließend eine neue Ansiedlungskonzeption für die kommenden Jahre erarbeitet werden. Der Gemeinderat hat die Notwendigkeit eines solchen Konzeptes bereits beschlossen.

Neue Projektgruppe soll Konzept erarbeiten

Der Bürgermeister wurde nach Angaben der Gemeinde beauftragt, eine Projektgruppe unter dem Namen „Ansiedlung Großschönau“ zu initiieren. In ihr sollen nicht nur Mitglieder des Gemeinderates und der Verwaltung vertreten sein.

Vorgesehen sind auch Vertreter von Vereinen und Unternehmen sowie interessierte Bürger. Damit soll die Entwicklung der Gemeinde auf eine breitere Grundlage gestellt werden.

Der entsprechende Beschluss wurde mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gefasst.

Waltersdorf gehört zur gemeinsamen Entwicklung

Die Ansiedlungskonzeption betrifft die Gemeinde Großschönau insgesamt und damit auch den Erholungsort Waltersdorf. Der Ort hat sich nach Angaben der Gemeinde in seiner Geschichte vom Berg- und Weberdorf zunehmend zu einem touristisch geprägten Erholungsort entwickelt.

Gerade für Waltersdorf können deshalb Fragen zu Wohnen, Tourismus, Gewerbe und der weiteren Nutzung bestehender Gebäude relevant werden. Welche konkreten Ziele die neue Konzeption dafür festlegt, steht allerdings noch nicht fest.

Bilanz soll im September vorliegen

Der erste konkrete Schritt ist die vom Gemeinderat verlangte Bilanz des bisherigen Prozesses „Großschönau 2030“. Sie soll in der Gemeinderatssitzung im September vorgelegt werden.

Erst auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme soll die weitere Ansiedlungsstrategie entwickelt werden. Konkrete neue Bauflächen, Unternehmensansiedlungen oder Einwohnerziele sind mit dem bisherigen Beschluss noch nicht festgelegt.

Quelle

Gemeinde Großschönau