Der Konflikt um den geplanten neuen Außenhafen in Swinemünde geht in die nächste Runde. Mit dem Beginn des Baus einer technischen Zufahrtsstraße zum Projekt „Przylądek Pomerania“ hat die Stadt ihre Kritik an Planung und Beteiligung deutlich verschärft.

Nach Angaben der Stadt waren weder Vertreter der Stadtverwaltung noch des Stadtrats beim offiziellen Baustart eingeladen.

Auch Ortsteile und Wirtschaft fehlten

Die Verwaltung kritisiert, dass auch Vertreter von Warszów und Przytór-Łunowo sowie Unternehmen, Tourismusvertreter und gesellschaftliche Organisationen nicht beteiligt gewesen seien.

Die Stadt sieht darin ein grundsätzliches Problem im Umgang mit dem Großprojekt.

Auswirkungen auf Tourismus und Umwelt befürchtet

Swinemünde verweist auf mögliche Folgen für Einwohner, Natur und den Status als Kur- und Tourismusstadt.

Besonders die östlichen Stadtteile wären von zusätzlicher Hafen- und Verkehrsinfrastruktur betroffen.

Stadt fordert Entschädigungen und Dialog

Die Stadt verweist auf den Bau des LNG-Terminals, bei dem nach ihrer Darstellung enger mit der Kommune zusammengearbeitet worden sei.

Für das neue Hafenprojekt fordert Swinemünde ebenfalls transparente Verfahren und konkrete Lösungen für Belastungen der Einwohner.

Strategisches Projekt trifft auf lokalen Widerstand

Das Hafenprojekt besitzt überregionale Bedeutung.

Genau deshalb dürfte der Konflikt zwischen nationaler Infrastrukturpolitik und kommunalen Interessen in den kommenden Monaten weiter an Bedeutung gewinnen.

Quellen

Stadt Świnoujście: Stellungnahme zum Beginn des Baus der technischen Straße zum Projekt „Przylądek Pomerania“, Juli 2026