Der seit Jahren diskutierte Geburtenrückgang hat in Strausberg nun eine sichtbare Konsequenz. Die kommunale Kita „Wirbelwind“ ist seit dem 31. Juli geschlossen. Die Stadt reagiert damit auf deutlich sinkende Kinderzahlen und inzwischen mehrere Hundert freie Betreuungsplätze.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Schließung bereits im März beschlossen.
Besonders stark war der Rückgang in der Einrichtung in der Strausberger Vorstadt zu spüren.
Zuletzt war die Kita nur noch zu etwa 35 Prozent ausgelastet.
Mehr als 400 freie Plätze in der Stadt
Nach Angaben der Stadt standen vor der Schließung weit über 400 Kitaplätze in Strausberg leer.
Mit dem Ende des „Wirbelwinds“ wird die vorhandene Kapazität um 170 Plätze reduziert.
Etwas mehr als 40 Kinder, die die Einrichtung zuletzt besuchten, sollten zum neuen Kita- beziehungsweise Schuljahr in andere Einrichtungen wechseln.
Die Stadt geht davon aus, dass das niedrige Geburtenniveau nicht nur kurzfristig anhält.
Personal wird nicht entlassen
Für die Beschäftigten bedeutet die Schließung nicht automatisch das Ende ihrer Tätigkeit bei der Stadt.
Elf Erzieherinnen und eine Quereinsteigerin sollen auf die übrigen acht kommunalen Einrichtungen verteilt werden.
Dabei sollen insbesondere Kitas profitieren, in denen der vorgeschriebene Personalschlüssel bislang nur knapp erreicht wurde.
Nachnutzung soll bis Ende August geklärt werden
Aktuell ist eine zweite Frage entscheidend: Was passiert mit dem Gebäude am Albin-Köbis-Ring?
Die Verwaltung prüft nach eigenen Angaben bis Ende August mögliche Nachnutzungen.
Anschließend sollen die zuständigen politischen Ausschüsse informiert werden.
Damit wird die Kita-Schließung zugleich zu einem Stadtentwicklungsthema.
Ein dauerhaft leer stehendes Gebäude wäre teuer. Eine neue soziale, schulische oder andere öffentliche Nutzung könnte dagegen vorhandene Infrastruktur weiter sinnvoll einsetzen.
Quellen
Stadt Strausberg – Schließung der Kita „Wirbelwind“.