Der Siegerentwurf für das künftige S-Bahn-Quartier sieht zwei neue Bahnhofsplätze vor. Nördlich sollen Busbahnhof und P+R-Parkhaus entstehen, während der südliche Platz in die neuen Quartiere überleitet.
Siegerentwurf entwickelt neue Mobilitätsdrehscheibe
Den ersten Preis im städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb erhielten Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit faktorgruen. Auslober des Wettbewerbs war die Gemeinde Stahnsdorf.
Das Konzept sieht auf der Nordseite des künftigen Bahnhofs vor allem Mobilitätsfunktionen vor. Dort sollen der Busbahnhof und ein P+R-Parkhaus Platz finden. Der südliche Bereich soll stärker mit den geplanten Wohn- und Stadtquartieren verbunden werden.
Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen zusammenrücken
Der Siegerentwurf gliedert das Gebiet in mehrere eigenständige und begrünte Quartiere. Im Norden ist eine dichtere Bebauung vorgesehen, nach Süden soll die Struktur kleinteiliger werden.
Geplant ist eine Mischung verschiedener Nutzungen. Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen nicht voneinander getrennt, sondern innerhalb des neuen Stadtquartiers miteinander verbunden werden.
S25 soll zweigleisig nach Stahnsdorf fahren
Das Quartier hängt unmittelbar mit der geplanten Verlängerung der S25 von Teltow Stadt nach Stahnsdorf zusammen. Nach Angaben der i2030-Projektpartner ist die Vorplanung abgeschlossen. Die Strecke soll durchgehend zweigleisig gebaut werden und damit die Grundlage für einen Zehn-Minuten-Takt schaffen.
Am Endpunkt in Stahnsdorf ist eine neue Station mit dem vorläufigen Namen „Sputendorfer Straße“ vorgesehen. Zusätzlich sollen Abstellgleise für vier S-Bahnzüge entstehen.
Planfeststellung soll Ende 2027 beginnen
Brandenburg finanziert die weitere Planung des Abschnitts von Teltow Stadt nach Stahnsdorf einschließlich der Genehmigungsplanung mit 27,9 Millionen Euro. Für Ende 2027 ist nach dem veröffentlichten Zeitplan der Beginn des Planfeststellungsverfahrens vorgesehen.
Quelle: i2030, Gemeinde Stahnsdorf, faktorgruen