Der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt im Sebnitzer Ortsteil Ottendorf schreitet weiter voran. Auf der Kreisstraße K 8738 hat nach dem Aufbringen und Verdichten des Schotterplanums der zweite Teilbauabschnitt begonnen. Während die bauausführende Firma im ersten Abschnitt den zweilagigen Asphalteinbau realisiert, verlagern sich die Tief- und Kanalbauarbeiten nun weiter in die Ortslage.
Die Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Großen Kreisstadt Sebnitz, des Abwasserzweckverbandes (AZV) und weiterer Versorgungsträger ist eines der bedeutendsten Straßenbauvorhaben im Sebnitzer Ortsteilbereich in diesem Jahr.
675 Meter Baustelle: Was erneuert wird
Auf einer Gesamtlänge von rund 675 Metern – vom Ortseingang aus Richtung Sebnitz bis zur Abzweigung Parkweg auf Höhe der „Ottendorfer Hütte“ (Hauptstraße 34) – wird die Kreisstraße von Grund auf erneuert.
Neben der reinen Fahrbahnsanierung umfasst das Großprojekt umfangreiche Arbeiten im Untergrund:
Kanal- und Leitungstiefbau: Errichtung neuer Entwässerungskanäle durch den AZV, Austausch einer Haupttrinkwasserleitung durch den Zweckverband Pirna/Sebnitz sowie Arbeiten durch die Telekom.
Barrierefreie Bushaltestellen: Die Stadt Sebnitz nutzt die Maßnahme, um die beiden vorhandenen Bushaltestellen im Baufeld modern und barrierefrei umzubauen. Die Kosten hierfür liegen bei rund 126.700 Euro und werden zu 90 Prozent über Fördermittel des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) finanziert.
Einschränkungen für Anwohner, Linienbusse und Autofahrer
Da die Bauarbeiten aufgrund der geringen Fahrbahnbreite unter Vollsperrung stattfinden müssen, gelten für den gesamten Zeitraum strikte Verkehrsregelungen:
Großräumige Umleitung: Für den Durchgangsverkehr ist eine rund 15 Kilometer lange Umleitungsstrecke über die S 165 (Kirnitzschtal), die K 8739 (Saupsdorf) und die S 165 (Hertigswalde) in beiden Richtungen ausgeschildert.
ÖPNV-Ersatzverkehr: Die Busse der Linie 269 können die Ortslage Ottendorf nicht durchfahren. Am Ortseingang (Haltestelle Ottendorf, Gasthaus / Am Fastenhaus) wurde ein provisorischer Wendeplatz eingerichtet. Dort wenden die Busse und sichern die Anbindung in Richtung Sebnitz sowie den Schülerverkehr.
Anwohner und Rettungsdienste: Für den Anwohnerverkehr wurde der Hintere Dorfweg speziell ertüchtigt. Die Fußgängerpassage sowie die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr bleiben durchgehend gewährleistet.
Zeit- und Kostenplan weiterhin voll im Rahmen
Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für den Landkreis auf rund 1,7 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt aus Eigenmitteln des Landkreises (ca. 845.000 Euro) sowie Zuweisungen aus dem Kommunalbudget des Freistaates Sachsen (ca. 841.000 Euro). Ausführendes Bauunternehmen ist die ortsansässige Firma Montag Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG.
Sofern das Wetter mitspielt und die Asphaltierungsarbeiten planmäßig aushärten, soll das Gesamtbauvorhaben bis Ende November beziehungsweise Mitte Dezember vollendet werden.
Quellen & Datenbasis
Stadtverwaltung Sebnitz / Pressestelle: Medieninformationen zum Bauablauf, Asphalteinbau und den Abschnitten der Ortsdurchfahrt Ottendorf.
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Amtsblatt und Projektbeschreibung zur Gemeinschaftsmaßnahme K 8738 (März & Juli 2026).
Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE): Baufahrpläne und Fahrgastinformationen zur Buslinie 269.