Mecklenburg-Vorpommerns Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue stellt sich öffentlich hinter die Beschäftigten der Finanzämter. Anlass sind nach Angaben seines Ministeriums aktuelle Wahlplakate, die mit pauschalen Aussagen Stimmung gegen die Behörden machten. Geue fordert eine klare Grenze zwischen berechtigter Kritik an Steuergesetzen und persönlichen Angriffen auf die Menschen, die diese Regeln umsetzen.

Minister kritisiert pauschale Angriffe

Wie das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, sieht Geue die Beschäftigten der Finanzämter durch pauschale politische Aussagen zu Unrecht zum Ziel öffentlicher Kritik gemacht.

„Hass ist keine Antwort“, erklärte der Minister. Wer das Finanzamt zum Feindbild mache, treffe in erster Linie die Menschen, die dort täglich arbeiteten.

Beschäftigte setzen geltende Gesetze um

Geue verweist darauf, dass die Mitarbeiter der Finanzverwaltung die Steuergesetze nicht selbst beschließen. Ihre Aufgabe bestehe darin, die bestehenden gesetzlichen Vorgaben fair und verlässlich umzusetzen.

Dabei müssten sie täglich mit komplexen Regelungen, unterschiedlichen persönlichen Situationen und teilweise schwierigen Gesprächen umgehen. Nach Auffassung des Ministers leisten sie damit einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Gemeinwesens.

Kritik an Bürokratie bleibt ausdrücklich möglich

Der Minister stellt zugleich klar, dass Kritik an komplizierten Vorschriften und Verwaltungsabläufen legitim sei. Die Landesregierung arbeite selbst daran, Verfahren einfacher und digitaler zu gestalten sowie unnötige Bürokratie abzubauen.

Ziel sei eine Steuerverwaltung, die schneller, digitaler und bürgernäher arbeitet. Notwendige Reformen dürften nach Geues Auffassung jedoch nicht mit Angriffen auf die Beschäftigten gleichgesetzt werden.

Geue fordert sachliche politische Debatte

Vor dem Hintergrund einer zunehmend aufgeheizten öffentlichen Debatte müsse stärker zwischen sachlicher Kritik und persönlicher Herabwürdigung unterschieden werden. Eine zugespitzte Kampagne sage nach Ansicht des Ministers nichts über die tatsächliche Qualität der Arbeit in den Finanzämtern aus.

Beschäftigte der Steuerverwaltung müssten regelmäßig mit Unzufriedenheit und schwierigen Situationen umgehen. Geue dankte ihnen deshalb ausdrücklich für ihre Arbeit und ihre Verantwortung für das Land.

Quelle: Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Pressemitteilung Nr. 53-26 vom 12. August 2026.