Für sechs Windenergieanlagen im Bereich Wittenförden wird derzeit ein Heritage Impact Assessment erstellt. Das Gutachten untersucht mögliche Auswirkungen auf das Residenzensemble Schwerin, weil Sichtbeziehungen zwischen Schloss, Seenlandschaft und Umland zum Welterbewert gehören.
Schweriner Blickachsen werden untersucht
Wie aus der von der Landeshauptstadt bereitgestellten Beteiligung hervorgeht, soll das Gutachten feststellen, ob und in welchem Umfang das Vorhaben den außergewöhnlichen universellen Wert der Welterbestätte berührt.
Von besonderer Bedeutung sind Sichtachsen, Aussichtspunkte und Wahrnehmungssituationen zwischen dem Schloss, der Seenlandschaft und dem weiteren Umland.
Schweriner können wichtige Sichtpunkte melden
Anwohner, Institutionen und weitere Akteure werden deshalb nach ihren Erfahrungen gefragt. Erfasst werden sollen Blickbeziehungen und Standorte, deren Bedeutung aus Karten oder bisherigen Planungsunterlagen nicht vollständig hervorgeht.
Die Befragung umfasst 33 Fragen und dauert nach Angaben der Verantwortlichen ungefähr zehn bis 15 Minuten. Teilnehmen kann man bis zum 10. September.
Umfrage entscheidet nicht über Windenergieanlagen
Die Beteiligung ist ausdrücklich keine Abstimmung über das Vorhaben. Die fachliche Beurteilung erfolgt anhand festgelegter Kriterien durch das Gutachterbüro und ersetzt auch keine formalen Schritte eines Planungs- oder Genehmigungsverfahrens.
Die Ergebnisse des Heritage Impact Assessments gehen an die zuständigen Behörden und gegebenenfalls über die Bundesebene an das UNESCO-Welterbezentrum.
Quelle: Landeshauptstadt Schwerin; Heritage Consultancy