Figaro mischt sich ein
Am Samstag, 10. Oktober, feiert „Der Barbier von Sevilla“ um 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus des Schiller-Theaters Rudolstadt. Die Produktion entsteht in Kooperation mit dem Theater Nordhausen.
Im Mittelpunkt steht Rosina, deren Vormund Dr. Bartolo längst beschlossen hat, sie selbst zu heiraten. Doch Graf Almaviva hat andere Pläne. Unter dem Namen „Lindoro“ versucht er, Rosinas Herz zu gewinnen – ohne seinen Adelstitel ins Spiel zu bringen.
Unterstützung bekommt er von Figaro. Der findige Barbier entwickelt einen Plan nach dem anderen, um Bartolo auszutricksen und Almaviva den Weg zu Rosina freizumachen.
Rosina entscheidet selbst
In der Inszenierung von Mechthild Harnischmacher steht jedoch nicht allein das komische Verwirrspiel im Mittelpunkt.
Rosina wartet keineswegs darauf, dass andere über ihre Zukunft entscheiden. Sie hat eigene Vorstellungen davon, wen sie liebt und wie sie leben möchte.
Besondere Aufmerksamkeit erhält auch die Beziehung zwischen Rosina und Berta, der Haushälterin Bartolos. Während der Vormund versucht, Rosinas Zukunft zu bestimmen, entwickeln die beiden Frauen ihre eigenen Strategien im Umgang mit den Plänen der Männer.
Eine der bekanntesten Opern Rossinis
Gioachino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ entstand 1816. Das Libretto von Cesare Sterbini basiert auf der Komödie „Le Barbier de Séville“ von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais.
Die Musik lebt von schnellen Wechseln, komischen Situationen und großen Ensembles. Gerade wenn mehrere Figuren gleichzeitig ihre unterschiedlichen Absichten verfolgen, entsteht der typische musikalische Witz der Oper.
In Rudolstadt wird auf Italienisch gesungen. Die Rezitative erklingen auf Deutsch, zusätzlich gibt es deutsche Übertitel.
Thüringer Symphoniker im Graben
Die musikalische Leitung übernimmt Oliver Weder. Es spielen die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt.
Jongyoung Kim ist als Graf Almaviva zu erleben, Per Bach Nissen spielt Dr. Bartolo. Die Rolle der Rosina übernehmen Yuval Oren beziehungsweise Rina Hirayama, Florian Tavic steht als Figaro auf der Bühne.
Außerdem wirken Thomas Kohl, Hyun Seon Kang, Marian Kalus, Jens Bauer und Joshua Lamm mit.
Für Bühne und Kostüme zeichnet Birte Wallbaum verantwortlich, die Dramaturgie übernimmt Dr. Juliane Hirschmann.
Premiere am 10. Oktober
Die Premiere beginnt am 10. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus des Schiller-Theaters Rudolstadt.
Karten sind über die bekannten Vorverkaufsstellen, die Theaterkasse und das Schiller-Theater erhältlich.