Ein regelmäßiger Anruf kann Sicherheit geben, Einsamkeit lindern und neue Freundschaften entstehen lassen. Der Seniorenbeirat Rostock möchte deshalb weitere Telefonketten in den Stadtteilen aufbauen. Gesucht werden Ehrenamtliche, die die Gruppen mit überschaubarem Zeitaufwand koordinieren.
Regelmäßige Anrufe schaffen Verbindung
Die „Rostocker Telefonkette“ besteht seit fast drei Jahren. Mehrere Gruppen rufen sich zu fest vereinbarten Zeiten nacheinander an. Damit soll sichergestellt werden, dass ältere Menschen regelmäßig Kontakt haben und bemerkt wird, wenn jemand nicht erreichbar ist.
Aus den zunächst kurzen Gesprächen sind nach Angaben des Seniorenbeirates vielfach persönliche Verbindungen entstanden. Teilnehmer telefonieren inzwischen auch außerhalb der vereinbarten Zeiten oder treffen sich zu gemeinsamen Aktivitäten.
Das Projekt richtet sich besonders an ältere Menschen,
- die allein leben,
- deren Partner verstorben ist,
- deren Kinder weit entfernt wohnen,
- deren Freundeskreis kleiner geworden ist,
- die sich mehr regelmäßige Kontakte wünschen.
In Rostock leben nach Angaben des Seniorenbeirates mehr als 60.000 Menschen im Alter von über 60 Jahren.
Ehrenamtliche für die Stadtteile gesucht
Im Rahmen der bundesweiten „Woche gegen die Einsamkeit“ stellte der Seniorenbeirat das Projekt bei einer Informationsveranstaltung vor. Nun sollen weitere Telefonketten in den Rostocker Stadtteilen entstehen.
Gesucht werden Personen, die eine Gruppe regelmäßig betreuen und Teil des Netzwerkes werden möchten. Der zeitliche Aufwand soll vergleichsweise gering bleiben.
Zu den möglichen Aufgaben gehören:
- neue Teilnehmer zusammenbringen,
- feste Anrufzeiten abstimmen,
- Reihenfolge und Kontaktdaten verwalten,
- bei Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen,
- gelegentliche Treffen der Gruppe unterstützen.
„Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Telefonkette eine gute Möglichkeit ist, der Einsamkeit etwas entgegenzusetzen.“
Nach Einschätzung des Seniorenbeirates bereichern die Gespräche den Alltag und stärken bei den Beteiligten das Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft.
Kontakt zum Seniorenbeirat
Interessierte können sich an den Seniorenbeirat der Hanse- und Universitätsstadt Rostock oder direkt an die Projektleitung der „Rostocker Telefonkette“ wenden.
Kontakt:
telefonkette.rostock@posteo.de
Mit zusätzlichen ehrenamtlichen Koordinatoren sollen künftig noch mehr ältere Rostocker die Möglichkeit erhalten, sich einer Telefonkette anzuschließen.
Quellen und Datenbasis
- Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Pressemitteilung zur Suche nach ehrenamtlichen Telefonketten-Koordinatoren
- Seniorenbeirat Rostock: Angaben zur „Rostocker Telefonkette“ und zu den bisherigen Erfahrungen
- Projektleitung „Rostocker Telefonkette“