Rangsdorf/Lichtenau. Mit einem großen Festwochenende hat die Stadt Lichtenau in Nordrhein-Westfalen vom 2. bis 4. Oktober 2026 ihr 700-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den Gästen befand sich auch eine Delegation aus der brandenburgischen Partnergemeinde Rangsdorf. Bürgermeister Rocher folgte gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins „Freunde der Städtepartnerschaften Rangsdorfs“ der Einladung seiner Lichtenauer Amtskollegin Ute Dülfer.

Die Feierlichkeiten bildeten den Höhepunkt eines Jubiläumsjahres, in dem Lichtenau und seine Ortsteile bereits zahlreiche Veranstaltungen organisiert hatten. Neben der Stadtgeschichte standen insbesondere die gewachsenen Beziehungen zu den Partnerkommunen im Mittelpunkt.

Rangsdorfer Delegation beim großen Festwochenende

Bereits am Freitagabend empfing das Lichtenauer Partnerschaftskomitee Gäste aus Rangsdorf und der polnischen Gemeinde Pieniężno zu einem gemeinsamen Abend. Das Treffen bot Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zwischen den Kommunen zu knüpfen.

Rangsdorfs Bürgermeister Rocher lernte dabei die stellvertretende Bürgermeisterin von Pieniężno, Justyna Podleś, persönlich kennen. Die Begegnung soll den Ausgangspunkt für eine engere Zusammenarbeit bilden.

Am Sonnabend wurde das Festwochenende in der Schützenhalle offiziell eröffnet. Neben Ortsvorsteherin Birgit Rebbe-Schulte und dem Landrat richteten auch Lichtenaus Bürgermeisterin Ute Dülfer, Justyna Podleś und der Rangsdorfer Bürgermeister Grußworte an die Festgesellschaft.

Auf dem Marktgelände erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmachaktionen sowie Vorführungen örtlicher Tanz- und Sportgruppen.

Schützentradition prägt das Stadtjubiläum

Ein besonderer Programmpunkt war das Kaiserschießen des Heimatschutzvereins Lichtenau am Sonnabendnachmittag. Dabei traten die Schützenkönige gegeneinander an, um beim traditionellen Adlerschießen den Ehrentitel des Kaiserschützen zu erringen.

Musikalisch begleitete der Spielmannszug aus dem Lichtenauer Kernort den Wettbewerb. Das Schützenwesen besitzt in der Stadt mit ihren 15 Ortsteilen einen hohen Stellenwert. Mehrere Schützenvereine und Spielmannszüge tragen dort zur Pflege regionaler Traditionen bei.

30 Jahre Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Pieniężno

Der Sonntag stand besonders im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Nach einem Gottesdienst in der katholischen Kirche wurde das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Lichtenau und Pieniężno gefeiert.

Zugleich begründeten der Feuerwehr-Löschzug der Lichtenauer Kernstadt und die Feuerwehr der polnischen Gemeinde eine eigene Partnerschaft. Das Blasorchester Lichtenau sorgte für die musikalische Umrahmung des Festaktes.

Die Feierlichkeiten machten deutlich, dass kommunale Partnerschaften weit über offizielle Begegnungen der Verwaltungen hinausreichen. Auch Vereine und Feuerwehren können durch gemeinsame Aktivitäten langfristige Kontakte über Ländergrenzen hinweg entwickeln.

Rangsdorf will Kontakte nach Polen intensivieren

Für die Rangsdorfer Delegation hatte das Festwochenende auch eine konkrete Perspektive für die weitere Zusammenarbeit. Bürgermeister Rocher kündigte an, den persönlichen Austausch mit Justyna Podleś fortzusetzen.

In einer geplanten Videokonferenz sollen die neu geknüpften Kontakte vertieft werden. Ziel ist es, die Beziehungen Rangsdorfs zur polnischen Partnergemeinde Pieniężno wieder zu beleben.

Zum Abschluss seines Besuchs dankte Rocher Bürgermeisterin Ute Dülfer für die Einladung sowie dem Lichtenauer Festkomitee für den herzlichen Empfang der Gäste aus den Partnerkommunen.

Das 700-jährige Stadtjubiläum bot damit nicht nur Anlass, auf die Geschichte Lichtenaus zurückzublicken. Für Rangsdorf eröffnete der Besuch zugleich die Möglichkeit, bestehende Städtepartnerschaften mit neuen gemeinsamen Aktivitäten zu stärken.