Ein großer Teil jeder Museumssammlung bleibt für Besucher normalerweise unsichtbar. Das Kulturhistorische Museum Prenzlau macht daraus nun selbst ein Ausstellungsthema. Unter dem Titel „Im Depot gestöbert. Ritter, Burg und Herrenhaus“ zeigt das Haus Stücke, die sonst nur selten aus den Magazinen geholt werden.

Die Ausstellung reicht von archäologischen Funden aus mittelalterlichen Burgen über Waffen und Urkunden bis zu Ausstattungsgegenständen aus Herrenhäusern.

Depot ist das Gedächtnis des Museums

Museen besitzen häufig weit mehr Objekte, als dauerhaft in ihren Ausstellungsräumen gezeigt werden können. Viele Stücke bleiben deshalb jahrelang im Depot, obwohl sie historisch oder kulturgeschichtlich interessant sind.

Die Prenzlauer Ausstellung macht genau diesen verborgenen Bestand zum Ausgangspunkt.

Ritter zwischen Geschichte und Vorstellung

Dabei geht es nicht ausschließlich um originale Zeugnisse des Mittelalters. Auch spätere Darstellungen von Rittern und Burgen gehören zur Schau.

So lässt sich nachvollziehen, wie sich das Bild des Mittelalters im Laufe der Jahrhunderte verändert hat – von realer Geschichte bis zu romantischen oder spielerischen Vorstellungen.

Auftakt für weitere Depot-Ausstellungen

Nach Angaben des Museums soll „Im Depot gestöbert“ als Reihe fortgesetzt werden. Auch Besucher sollen Themen vorschlagen können.

Damit bekommt der umfangreiche Bestand des Hauses künftig möglicherweise häufiger eine öffentliche Bühne.

Jugendliche haben freien Eintritt

Das Museum im Dominikanerkloster ist dienstags bis sonntags geöffnet. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können die Ausstellung kostenlos besuchen.

Gerade für Familien in den Sommerferien ist die Schau damit ein vergleichsweise leicht zugängliches Kulturangebot.

Quellen

Kulturhistorisches Museum Prenzlau: Ausstellung „Im Depot gestöbert. Ritter, Burg und Herrenhaus“, 2026