Zu den wichtigen Projekten gehören Produktionen aus dem Umfeld von „Hunger Games“ sowie die Apple-TV-Serie „Berlin Noir“. Für letztere fanden unter anderem Dreharbeiten auf dem Alten Markt in Potsdam statt.

Verlust deutlich verringert

Das Studio Babelsberg schrieb 2025 weiterhin rote Zahlen, konnte den Verlust jedoch deutlich reduzieren. Zugleich ist ein als riskant bewerteter Bankkredit inzwischen kein akutes Problem mehr. Die Unternehmensführung spricht deshalb von Anzeichen einer Trendwende.

Die Entwicklung ist für die gesamte Region wichtig. Am Filmstandort hängen nicht nur die Studios selbst, sondern auch Kulissenbauer, Kostümfirmen, Technikunternehmen, Hotels und zahlreiche freie Filmschaffende.

Internationale Produktionen bleiben entscheidend

Babelsberg steht im Wettbewerb mit Studiostandorten in Großbritannien, Ungarn, Tschechien und weiteren europäischen Ländern. Ausschlaggebend sind neben moderner Technik und erfahrenem Personal vor allem staatliche Förderbedingungen.

In den vergangenen Jahren hatte die deutsche Filmbranche wiederholt vor unzuverlässigen Förderstrukturen und hohen Produktionskosten gewarnt. Großprojekte können kurzfristig in Länder verlagert werden, die attraktivere finanzielle Bedingungen bieten.

Potsdam profitiert über das Studiogelände hinaus

Filmproduktionen wirken sich auf viele Bereiche der Stadt aus. Dreharbeiten schaffen zeitweise Arbeitsplätze, bringen internationale Teams nach Potsdam und machen historische Orte weltweit sichtbar.

Die aktuellen Produktionen lösen die strukturellen Probleme noch nicht vollständig. Sie zeigen aber, dass Babelsberg weiterhin international konkurrenzfähig sein kann, wenn Auslastung, Förderung und Planungssicherheit stimmen.

Quellen

– Studio Babelsberg: Geschäftsentwicklung und Produktionslage
– Potsdamer Neueste Nachrichten: Studio Babelsberg sieht Anzeichen einer Trendwende, 6. August 2026