Eine Woche lang hat die Polizeidirektion West den Verkehr in ihrem gesamten Zuständigkeitsbereich verstärkt kontrolliert. Das Ergebnis fällt deutlich aus: Mehr als 20.000 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell unterwegs, daneben stellte die Polizei zahlreiche weitere Verstöße fest.
Die Kontrollen liefen vom 3. bis 9. August 2026 im Rahmen der bundesweiten ROADPOL-Verkehrssicherheitsaktion „Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte“.
Zum Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion West gehören die Landeshauptstadt Potsdam, Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.
117 Kontrollpunkte in einer Woche
Insgesamt richtete die Polizei während des Aktionszeitraums 117 Kontrollpunkte ein.
In 57 Fällen wurde automatisierte Messtechnik eingesetzt. Sie erfasste auch den überwiegenden Teil der insgesamt 412.508 gemessenen Fahrzeuge.
Die Kontrollstellen lagen nach Angaben der Polizei vor allem auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften mit Alleecharakter sowie an bekannten oder anderweitigen Verkehrsunfallschwerpunkten.
21.621 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt
Die Bilanz der Geschwindigkeitsmessungen: 21.621 Verstöße.
Damit war rechnerisch rund jedes 19. gemessene Fahrzeug schneller unterwegs als erlaubt.
Die hohe Zahl verdeutlicht aus Sicht der Polizei die Bedeutung regelmäßiger Geschwindigkeitskontrollen. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit gehört zu den zentralen Risiken im Straßenverkehr.
Polizei kontrollierte Fahrzeuge auch direkt
Neben den automatisierten Messungen führte die Polizei 60 Anhaltekontrollen mit Handlasergeräten durch.
Dabei blieb es nicht nur bei Geschwindigkeitsverstößen.
Die Beamten stellten zusätzlich 147 andere Verstöße fest. Dazu gehörte nach Polizeiangaben beispielsweise das Fahren ohne Fahrerlaubnis.
In zwölf weiteren Fällen standen Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln.
Kontrollen auch künftig angekündigt
Die Polizeidirektion West kündigt an, auch künftig regelmäßig Verkehrskontrollen durchzuführen.
Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere riskantes Verhalten frühzeitig zu erkennen.
Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Auch aggressives Fahrverhalten, Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie andere Verstöße stehen regelmäßig im Fokus.
ROADPOL koordiniert europaweite Aktionen
ROADPOL steht für European Roads Policing Network.
Dabei handelt es sich um ein europaweites Polizeinetzwerk, das nationale Kontrollaktionen im Verkehrsbereich koordiniert.
Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfallopfer zu senken und die Einhaltung der Verkehrsregeln europaweit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Polizei mahnt zu angepasster Geschwindigkeit
Die Polizei weist Fahrerinnen und Fahrer darauf hin, die Geschwindigkeit stets an Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnisse anzupassen.
Ebenso wichtig sei es, Beschilderungen und örtliche Gegebenheiten zu berücksichtigen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten.
Mit zunehmendem Tempo verlängert sich auch der Bremsweg deutlich.
Wer unter Zeitdruck fährt, riskiert zudem eher aggressive oder riskante Fahrmanöver. Die Polizei empfiehlt deshalb, Fahrten frühzeitig zu planen und ausreichend Zeit einzuplanen.
Auch bei Dränglern gilt: defensiv bleiben, keine Konflikte provozieren und bei geeigneter Gelegenheit ein Überholen ermöglichen.
Quellen
Polizeidirektion West – Mitteilung zur ROADPOL-Verkehrssicherheitsaktion „Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte“