Brände, Verkehrsunfälle, Alkoholfahrten und mehrere ungewöhnliche Straftaten beschäftigten die Polizei in Westbrandenburg am Wochenende. Einsatzkräfte nahmen unter anderem einen mutmaßlichen Brandstifter fest und stellten Fahrzeuge sowie Führerscheine sicher. Mehrere Menschen kamen verletzt in Krankenhäuser, während die Kriminalpolizei in zahlreichen Fällen die Ermittlungen übernahm.

Potsdam und Teltow: Brandstiftung, Raser und Diebstähle

In Teltow stahlen unbekannte Täter am Freitagabend ein hochwertiges Suzuki-Motorrad aus einer Tiefgarage am Verlängerten Striewitzweg. Der Eigentümer befand sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub und erfuhr durch einen Nachbarn vom Diebstahl. Die Polizei sicherte Spuren und nahm eine Strafanzeige auf.

In Potsdam Zentrum Ost missachtete ein Autofahrer in der Nacht zum Samstag nach Polizeiangaben die Vorfahrt und verursachte einen Unfall. Eine Autofahrerin wurde leicht verletzt. Beim mutmaßlichen Verursacher stellten die Beamten 0,3 Promille fest. Nach einer Blutentnahme beschlagnahmten sie seinen Führerschein.

Nur wenige Minuten später fiel einer Streife in der Zeppelinstraße ein hochmotorisierter BMW auf. Der 22-jährige Fahrer war laut Polizei mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde unterwegs und führte anschließend ein gefährliches Fahrmanöver aus. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft stellten die Beamten sowohl den BMW als auch den Führerschein sicher.

Im Nuthepark kontrollierten Polizisten einen 17-Jährigen, der ein T-Shirt mit dem Amtswappen der Polizei trug. Es handelte sich laut Polizei um ein Uniformteil der Polizei Sachsen-Anhalt. Der Jugendliche musste das Kleidungsstück ablegen und muss sich unter anderem wegen des Verdachts der Amtsanmaßung verantworten.

In Babelsberg Süd montierten unbekannte Täter alle vier Räder eines Mercedes AMG ab und stellten das Fahrzeug auf Ziegelsteine. Die Polizei beziffert den Schaden auf mindestens 5.000 Euro und ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls.

An einer Bushaltestelle bei Nudow entdeckte ein Zeuge zwei etwa 80 Zentimeter große Hakenkreuze. Die Polizei machte die mit weißer Farbe aufgesprühten Symbole unkenntlich und ermittelt wegen Sachbeschädigung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

In Geltow stoppte die Polizei am frühen Sonntagmorgen eine 24-jährige Autofahrerin. Ein Atemalkoholtest ergab 1,01 Promille. Sie musste das Fahrzeug stehen lassen und muss mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen.

Ein größerer Einsatz folgte wenig später in Teltow. Im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in der Ida-Kellotat-Straße breitete sich Rauch aus. Polizisten begannen mit der Evakuierung, während Feuerwehrleute brennende Möbel in einer Wohnung löschten. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Ermittlungen soll der 23-jährige Bewohner selbst Gegenstände angezündet haben. Die Polizei nahm ihn wegen des dringenden Verdachts der schweren Brandstiftung vorläufig fest. Der Sachschaden beträgt mindestens 150.000 Euro.

Brandenburg und Potsdam-Mittelmark: Brände, Hundebiss und Alkoholfahrten

In Brandenburg-Hohenstücken geriet am Freitagnachmittag die Küche einer Wohnung in Brand. Die Bewohner waren nicht zu Hause. Menschen wurden nicht verletzt, die Wohnung ist jedoch unbewohnbar. Die Polizei beziffert den Schaden auf mindestens 50.000 Euro und ermittelt zur Brandursache.

In Kirchmöser beteiligte sich eine 56-Jährige am Sonntagmorgen an der Suche nach einem entlaufenen belgischen Schäferhund. Nachdem das Tier gefunden worden war, griff es die Frau laut Polizei unvermittelt an. Sie erlitt mehrere Bissverletzungen an Armen, Beinen und Gesäß und kam ins Krankenhaus. Gegen einen 23-Jährigen wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Einen ungewöhnlichen Fall entdeckten Beamte in Wusterwitz. Dort saß ein Minderjähriger am Steuer eines VW, während sein Vater auf dem Beifahrersitz saß. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollte der Jugendliche Autofahren üben. Gegen Fahrer und Fahrzeughalter wurden Strafanzeigen eingeleitet.

Bei Fichtenwalde soll ein 44-Jähriger zunächst auf der A10 einen Auffahrunfall verursacht haben und anschließend weitergefahren sein. Der Geschädigte folgte ihm. Später ließ der Mann sein Fahrzeug an einem Waldweg stehen und flüchtete zu Fuß. Polizisten stellten ihn kurz darauf. Ein Atemalkoholtest ergab 1,84 Promille.

In Görzke kontrollierte die Polizei eine Mercedesfahrerin mit 0,75 Promille. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Bußgeldanzeige.

Havelland: Gaunerzinken, Falschgeld und Streit beim Gassigehen

Ein Radfahrer stürzte am Samstagnachmittag in Falkensee. Einsatzkräfte bemerkten Alkoholgeruch und Ausfallerscheinungen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,75 Promille. Der leicht verletzte Mann kam zur Blutentnahme in ein Krankenhaus; gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Ebenfalls in Falkensee entdeckte eine Hauseigentümerin einen durchsichtigen Klebestreifen zwischen ihrer Eingangstür und dem Türrahmen. Die Polizei informierte sie über mögliche sogenannte Gaunerzinken und leitete ein Strafverfahren ein. Zusätzlich stellte sie Kontakt zur Einbruchsprävention her.

In Ketzin eskalierte eine Begegnung zwischen einem Radfahrer und einem Hundehalter. Beide Männer beschuldigten sich gegenseitig, den Konflikt ausgelöst zu haben. Beide erlitten Schürfwunden und Schmerzen und bestanden auf einer Strafanzeige gegen die jeweils andere Seite.

In Rathenow wollte eine ältere Frau in einem Norma-Markt mit zwei gefälschten Zehn-Euro-Scheinen bezahlen. Die Polizei stellte das Falschgeld sicher und leitete ein Strafverfahren ein. Wie die Frau an die Scheine gelangte, blieb nach Angaben der Polizei zunächst offen.

Teltow-Fläming: Drogen, Alkohol und mehrere Verkehrsstraftaten

In Luckenwalde kontrollierten Beamte einen 51-jährigen Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis. Nach Polizeiangaben stand der Mann unter Drogeneinfluss; außerdem gehörten die montierten Kennzeichen nicht zu seinem Fahrzeug. Da er bereits mehrfach wegen ähnlicher Verkehrsdelikte aufgefallen war, wurde das Fahrzeug nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eingezogen.

In Großbeeren meldete eine Autofahrerin einen vor ihr fahrenden Wagen wegen auffälliger Fahrweise. Die Polizei stoppte den 39-jährigen Fahrer und stellte bei einem Atemalkoholtest 2,03 Promille fest. Er musste zur Blutentnahme und durfte nicht weiterfahren.

Noch höher lag der gemessene Wert bei einem E-Scooter-Fahrer in Ludwigsfelde. Der 45-Jährige erreichte laut Polizei 2,50 Promille. Auch er musste zur Blutentnahme und muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten.

In Luckenwalde zerkratzten unbekannte Täter die Fahrertür eines geparkten Autos. Der Schaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Auf der B101 zwischen Großbeeren und Ludwigsfelde verlor ein 31-Jähriger nach Angaben der Polizei aufgrund von Müdigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die Leitplanke. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Er gab an, Medikamente eingenommen zu haben; zusätzlich fanden die Beamten Betäubungsmittel im Fahrzeug. Führerschein und Drogen wurden beschlagnahmt.

Autobahnpolizei stoppt Tätergruppe und bearbeitet mehrere Unfälle

Auf der A10 zwischen Brieselang und Spandau führte ein technischer Defekt an einem Fahrzeuggespann zu einem größeren Brand. Nach Angaben der Polizei überhitzte eine Bremse, anschließend platzte ein Reifen. Ein heißes Bremsenteil setzte die Böschung in Brand, zudem brannte das Auto vollständig aus. Rund 700 Quadratmeter Fläche wurden beschädigt. Beide Insassen kamen leicht verletzt ins Krankenhaus; die Autobahn war während der Löscharbeiten rund 45 Minuten gesperrt.

In der Nacht zum Sonntag ging die Autobahnpolizei auf A10 und A2 gezielt gegen Parkplatzkriminalität vor. Dabei stellte sie eine vierköpfige ausländische Tätergruppe fest. Eine Person war von einer deutschen Staatsanwaltschaft und einem europäischen Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben. Nach verdeckten Maßnahmen klärten die Beamten nach eigenen Angaben unter anderem einen Verstoß gegen das Waffengesetz und ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen auf. Sie verhinderten zudem Diebstahlshandlungen und stellten einen Audi A6 sicher.

Auf der A10 zwischen dem Autobahndreieck Werder und Groß Kreutz ereignete sich außerdem ein Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen. Zwei Menschen im Alter von 27 und 35 Jahren wurden leicht verletzt und mit Kopf- beziehungsweise Nackenschmerzen in ein Potsdamer Krankenhaus gebracht.

Die Pressemitteilung enthält zudem eine nachträglich aufgeführte Unfallmeldung vom 29. Mai 2026. Auf der A10 zwischen dem Autobahndreieck Potsdam und Ferch fuhr ein BMW nach bislang ungeklärter Ursache mit deutlich höherer Geschwindigkeit auf einen Mitsubishi auf. Drei Menschen im Alter von 44, 60 und 66 Jahren klagten anschließend über Kopf- und Nackenschmerzen und kamen zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Aus dem Bereich der Wasserschutzpolizei lagen für den Berichtszeitraum keine Meldungen vor.

Quelle: Polizeidirektion West des Landes Brandenburg