Drei Tage Kunst, Musik, Film und Begegnung: DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam richtet vom 28. bis 30. August erstmals das Sommerfestival „MINSK LIVE“ aus. Im Innen- und Außenbereich des Hauses sind Performances, Workshops, Gespräche, Filmvorführungen und kulinarische Angebote geplant. Der Eintritt zum gesamten Festival ist frei.

Festival startet mit Ausstellung über Wilfriede Maaß

Wie DAS MINSK mitteilt, beginnt das Sommerfestival am Freitag, 28. August, mit einer Vorschau auf die Ausstellung „Die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß“. Die Schau zeichnet die Geschichte der gleichnamigen Werkstatt in Ost-Berlin nach, die in den 1980er-Jahren ein wichtiger Freiraum für nichtkonforme Kunst in der DDR war.

Zu sehen sind unter anderem von Wilfriede Maaß geformte und von verschiedenen Künstlern bemalte Services, Teller, Vasen und experimentelle Keramikskulpturen. Ergänzt werden sie durch Gemälde aus der Sammlung Hasso Plattner und Leihgaben aus dem Umfeld der Werkstatt.

Um 19 Uhr sprechen Wilfriede Maaß und Sabine Herrmann über die Ausstellung. Parallel läuft zwischen 18 und 22 Uhr ein Open-Air-Filmprogramm mit Kurzfilmen aus der ersten Hälfte der 1980er-Jahre.

Ost-West-Kantine bringt Menschen an einen Tisch

Zu den zentralen Programmpunkten am Wochenende gehört die „Ost-West-Kantine“. Das künstlerisch-diskursive Format von Gesine Danckwart, Katrin Hentschel und Masha Qrella beschäftigt sich mit Fragen von Ost und West und verbindet Kunst, Musik, persönliche Geschichten und gesellschaftliche Debatten.

Publikum und Gäste sollen dabei gemeinsam an einem Tisch sitzen, schneiden, nähen, basteln, singen und miteinander ins Gespräch kommen. Zu den angekündigten Beteiligten zählen unter anderem Idil Baydar, Schorsch Kamerun, Grit Seymour und der V.E.R.Z. Chor aus Potsdam.

Performances und Musik prägen das Wochenende

Der Künstler James Gregory Atkinson bringt gemeinsam mit dem Berliner String Archestra und weiteren Musikern zwei von Gustav Sabac el Cher arrangierte Werke Wolfgang Amadeus Mozarts auf die Bühne. Aufführungen sind am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr vorgesehen.

Auch Sarah Ama Duah gehört zum Programm. In ihrer performativen Installation „to build to bury to remember“ verbindet sie Skulptur und Körper und entwickelt gemeinsam mit vier Performern lebendige Latex-Monumente.

Am Sonntag folgt außerdem Magdalena Mitterhofers ortsspezifische Performance „Manette“. Auf dem Außengelände entstehen Szenen, die an Computerspiele erinnern und zugleich Fragen zu Städtebau und gesellschaftlichem Wandel aufgreifen.

Open-Air-Kino und Workshops ergänzen das Festival

Gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und dem Festival Filme ohne Grenzen zeigt DAS MINSK ein Open-Air-Filmprogramm mit preisgekrönten Produktionen, Klassikern und aktuellen Arbeiten. Die Vorführungen laufen am Samstag von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag von 14 bis 16 Uhr.

Besucher können zudem selbst aktiv werden. Geplant sind Workshops zur Cyanotypie, zum Fermentieren von Sauerkraut sowie zur Herstellung von Sauerteig in der Ofen-Skulptur „Brenda“.

Auch kulinarisch wird das Festival begleitet. Die Cafébar HEDWIG bietet unter anderem Kuchen, Eis, Stullen und BBQ an; aus Gabriel Chailes Ofen-Skulptur „Brenda“ soll frische Pizza serviert werden.

Drei Tage bei freiem Eintritt

Das Festival beginnt am Freitag, 28. August, um 18 Uhr und läuft bis 22 Uhr. Am Samstag ist das Programm von 14 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonntag von 14 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei.

DAS MINSK befindet sich in der Max-Planck-Straße 17 auf dem Potsdamer Brauhausberg. Nach Angaben des Kunsthauses sind die Parkmöglichkeiten am Gebäude begrenzt; vom Potsdamer Hauptbahnhof ist das Haus in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichbar.

Quelle: DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam, Pressemitteilung vom 12. August 2026.