Millionenprojekt an der Ostsee
Die neue Seebrücke mit Inselhafen in Prerow hat sich seit ihrer Eröffnung zu einem der großen Besuchermagnete an der Ostseeküste entwickelt.
Prerows neue Seebrücke hat bereits mehr als 828.000 Besucher angezogen, nachdem das 47-Millionen-Euro-Projekt im Oktober 2024 in Betrieb ging.
Mehr als 828.000 Menschen haben die neue Seebrücke in Prerow seit der Inbetriebnahme besucht. Auch der Inselhafen wird intensiv genutzt. Mecklenburg-Vorpommern zieht damit eine positive Bilanz für das rund 47 Millionen Euro teure Projekt, das zugleich Tourismus, Seenotrettung und Naturschutz miteinander verbindet.
828.216 Besucher auf der Seebrücke Prerow
Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wurden zwischen der Inbetriebnahme des Inselhafens am 17. Oktober 2024 und Anfang August 2026 genau 828.216 Besucher auf der Seebrücke gezählt. Das Land sieht die Anlage inzwischen als neues Wahrzeichen Prerows und als touristischen Anziehungspunkt für die gesamte Region.
An einzelnen Tagen kamen mehrere Tausend Menschen. Am 2. November 2024 wurden 4.300 Besucher registriert. Am Ostersonntag 2025 waren es 3.900, im Februar 2026 trotz winterlicher Bedingungen bis zu 3.700 Menschen an einem Tag.
Die Seebrücke reicht rund 720 Meter in die Ostsee. An ihrem Ende befindet sich der neue Inselhafen, der den früheren Nothafen am Darßer Ort ersetzt.
3.727 Boote laufen Inselhafen Prerow an
Auch auf dem Wasser verzeichnet das Land eine starke Nutzung. Bis Anfang August liefen 3.727 Boote mit insgesamt 9.558 Besatzungsmitgliedern den Inselhafen an. Unter den Nutzern waren nach Angaben des Ministeriums auch Gäste aus Dänemark, Polen, Schweden, Schottland, Tschechien und Alaska.
Der Hafen liegt etwa zwischen Warnemünde und Barhöft und dient nicht nur Freizeitskippern. Dort befindet sich auch der Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers „Nis Randers“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
19 Havaristen fanden seit der Eröffnung Schutz im Inselhafen. Außerdem nutzen unter anderem DLRG, Freiwillige Feuerwehr, Wasserschutzpolizei, Küstenwache und Zoll die Anlage.
Mecklenburg-Vorpommern investierte rund 47 Millionen Euro
Für Seebrücke, Inselhafen und die damit verbundenen Maßnahmen wurden nach Angaben des Landes rund 47 Millionen Euro investiert. Das Projekt sollte mehrere jahrzehntelang diskutierte Probleme gleichzeitig lösen.
Mit dem neuen Hafen entstand ein geschützter Standort für die Seenotrettung. Zugleich konnte der frühere Nothafen Darßer Ort aufgegeben und dessen Fläche im Nationalpark renaturiert werden. Umweltminister Till Backhaus bewertet die Investition angesichts der bisherigen Nutzung als Erfolg.
Auch die technische Infrastruktur ist auf einen weitgehend eigenständigen Betrieb ausgelegt. Eine Entsalzungsanlage produzierte bislang 1.458 Kubikmeter Trinkwasser. Eine Membrankläranlage behandelte 1.471 Kubikmeter Abwasser.
Schwesig eröffnet Seebrückenfest in Prerow
Am Samstag, dem 15. August 2026, wird die bisherige Entwicklung beim zweiten Seebrücken- und Inselhafenfest gefeiert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnet das Fest um 11 Uhr auf dem Seebrückenvorplatz. Umweltminister Till Backhaus nimmt ebenfalls teil.
Zum Programm gehören eine Rettungsübung von DLRG und Feuerwehr, ein „Open Ship“ auf dem Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“, Familienangebote, Live-Musik und eine Lasershow. Um 12.30 Uhr wird auf der Hafenterrasse außerdem ein neuer Informationspunkt des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft eingeweiht.
Fast 600.000 Euro für Weißdünenweg
Mit dem Fest ist eine weitere Investition in die touristische Infrastruktur verbunden. Schwesig will dem Nationalparkamt einen Förderbescheid über fast 600.000 Euro für die Modernisierung des Weißdünenwegs übergeben.
Auf rund 1.500 Metern soll der wichtige Rad- und Wanderweg eine neue wassergebundene Oberfläche erhalten. Er führt unter anderem zum renaturierten Ottosee und weiter in Richtung Darßer Ort. Die Arbeiten sollen im Winterhalbjahr erfolgen und bis zum Beginn der kommenden Saison abgeschlossen sein.
Damit wächst rund um die Seebrücke nicht nur ein neues touristisches Zentrum. Die bisherigen Besucher- und Hafenzahlen zeigen bereits, dass das teuerste Küstenprojekt Prerows weit über den eigentlichen Ort hinaus Bedeutung gewonnen hat.
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern; Nationalparkamt Vorpommern
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern; Nationalparkamt Vorpommern