Familien mit einem neugeborenen Kind erhalten bei den freiwilligen Willkommensbesuchen der Stadt künftig häufiger ein handgefertigtes Geschenk. Drei Jenaer Nähgruppen produzieren dafür Halstücher und suchen nun geeignete Stoffspenden.
Die Zusammenarbeit läuft seit April 2026.
Beteiligt sind die Nähgruppen von ThINKA Jena-Winzerla, die Nähstube der Aktion Wandlungswelten und das CAFÉ 13 der Diakonie.
Halstücher werden bei Hausbesuchen übergeben
Mitarbeiterinnen des Erstbesuchsdienstes überreichen die Halstücher bei persönlichen Besuchen an Familien mit neugeborenen Kindern.
Die Initiative ging von ThINKA Winzerla aus. Die Einrichtung hatte angeboten, den städtischen Dienst mit selbst genähten Artikeln zu unterstützen.
Da für die regelmäßigen Besuche eine größere Stückzahl benötigt wird, schlossen sich zwei weitere Nähgruppen dem Projekt an.
Stoffe müssen für Babys geeignet sein
Für die weitere Herstellung werden Stoffspenden gesucht.
Benötigt werden Baumwollstoffe und Frottee, die vollständig aus Baumwolle bestehen, sowie Musselin. Die Stoffe können während der Öffnungszeiten bei den beteiligten Einrichtungen abgegeben werden.
Bei Produkten für Neugeborene sind hautverträgliche, waschbare und für Babys geeignete Materialien besonders wichtig.
Erstbesuchsdienst besteht seit 17 Jahren
Der Erstbesuchsdienst begrüßt seit 17 Jahren Neugeborene und ihre Familien in Jena.
Das freiwillige Angebot soll Eltern frühzeitig über Hilfen und Ansprechpartner informieren. Bei den Gesprächen können Fragen zum Familienalltag, zu finanziellen Leistungen oder zu Unterstützungsangeboten geklärt werden.
Die Familien erhalten außerdem einen Elternratgeber, Informationen über Still- und Wickelorte sowie kleinere Begrüßungsgeschenke.
Quellen
– Stadtverwaltung Jena: „Halstücher für Neugeborene“, veröffentlicht am 5. August 2026.