ILMENAU. Die Übergabe soll direkt am Museum Goethehaus in der Sebastian-Kneipp-Straße 18 stattfinden. Das historische Gebäude gehört zu den wichtigsten Goethe-Gedenkstätten in der Region Ilmenau und Stützerbach.

Johann Wolfgang von Goethe hielt sich ab 1776 insgesamt 13-mal in Stützerbach auf. Dabei wohnte er unter anderem im sogenannten Gundelachschen Haus, in dem sich heute das Museum befindet. Zu sehen sind dort das historische Wohn- und Arbeitszimmer, Unterlagen zu Goethes geologischen Studien, Briefe, Zeichnungen und das erhaltene Goethezimmer.

Förderzweck noch nicht öffentlich benannt

Nach den bislang vorliegenden Informationen übergibt Minister Tischner den Fördermittelbescheid an die Stadt Ilmenau. Eine offizielle Mitteilung mit der genauen Fördersumme, dem Förderprogramm und den vorgesehenen Maßnahmen ließ sich vorab jedoch nicht finden.

Damit bleibt zunächst offen, ob die Mittel beispielsweise für:

  • die Sanierung des historischen Gebäudes,
  • die Modernisierung der Ausstellung,
  • Verbesserungen des Brandschutzes,
  • Barrierefreiheit,
  • Restaurierungsarbeiten,
  • oder die touristische Erschließung

eingesetzt werden sollen.

Die konkreten Angaben werden voraussichtlich im Rahmen der Übergabe bekannt gegeben.

Museum verbindet Goethe und Glasgeschichte

Das Goethehaus zeigt nicht nur die Aufenthalte und naturwissenschaftlichen Interessen des Dichters. Im Erdgeschoss informiert eine Ausstellung auch über die Geschichte des technischen Glases in Stützerbach. Ein Glasbläserarbeitsplatz ermöglicht bei besonderen Veranstaltungen und angemeldeten Führungen Einblicke in die traditionelle Verarbeitung des Materials.

Damit verbindet das Museum zwei für den Ort zentrale Themen: die Goethe-Tradition und die Entwicklung der regionalen Glasindustrie.

Endpunkt des Goethewanderwegs

Das Museum ist zugleich eine Station des touristischen Goethe-Netzwerks rund um Ilmenau. Der Goethewanderweg führt von der Stadt über Manebach, den Kickelhahn und das Jagdhaus Gabelbach bis nach Stützerbach. Das Goethehaus bildet den Endpunkt der rund 20 Kilometer langen Strecke.

Für Ilmenau ist die Einrichtung damit nicht nur ein Museum, sondern auch ein bedeutender Bestandteil des Kultur- und Wandertourismus im Thüringer Wald.

Förderung soll Kulturerbe sichern

Historische Gebäude verursachen regelmäßig hohe Kosten. Erhalt, Ausstellungstechnik, energetische Anforderungen und Denkmalschutz müssen miteinander vereinbart werden. Fördermittel des Landes können deshalb entscheidend sein, um notwendige Maßnahmen umzusetzen, ohne den städtischen Haushalt allein zu belasten.

Welche Arbeiten in Stützerbach nun tatsächlich bevorstehen, soll nach der Übergabe des Bescheids deutlich werden. Entscheidend wird auch sein, welchen Eigenanteil die Stadt Ilmenau leisten muss und wann die vorgesehenen Maßnahmen beginnen können.

Termin

Dienstag, 28. Juli 2026, 16.30 Uhr
Museum Goethehaus Stützerbach
Sebastian-Kneipp-Straße 18
98694 Ilmenau, Ortsteil Stützerbach

Quellen

Stadt Ilmenau: Informationen zum Museum Goethehaus Stützerbach, zur Ausstellung und zur Geschichte des Gebäudes.
Goethegesellschaft Ilmenau-Stützerbach: Angaben zum Museum und zu Goethes Aufenthalten.
Stadt und Touristinformation Stützerbach: Informationen zum Museum und zur regionalen Glasgeschichte.