Die Stiftung Schulpforta lädt am Sonntag, 13. September 2026, zu einem musikalischen Rundgang durch die Geschichte der ehemaligen Kloster- und Landesschule ein. Das Leipziger Vokalensemble Verum Gaudium präsentiert dabei Werke aus rund 500 Jahren. Die zweistündige Themenführung beginnt um 15 Uhr.
Unter dem Titel „Verum Gaudium in Pforte“ werden Musik, Architektur und Schulgeschichte miteinander verbunden. Die Besucher bewegen sich während des Konzertes über das historische Gelände und erleben die einzelnen Musikstücke an unterschiedlichen Orten.
Ausgangspunkt ist das Besucherzentrum der Stiftung Schulpforta. Von dort führt der Rundgang zu mehreren architektonischen Sehenswürdigkeiten des einstigen Klostergeländes. Den Abschluss bildet ein gregorianischer Gesang in der Kirche St. Marien.
Musik begleitet Schulpforta seit Jahrhunderten
Die Geschichte der Landesschule Schulpforta begann 1543. Bereits in ihren ersten Jahrzehnten entwickelte sich an der Bildungseinrichtung ein vielfältiges musikalisches Leben.
Zu den bekannten ehemaligen Schülern gehört Johann Hermann Schein. Er wurde später Komponist und Thomaskantor in Leipzig. Ein geistliches Lied des früheren Schulpforta-Schülers bildet den Ausgangspunkt des Wandelkonzertes.
Von dort führt das musikalische Programm durch mehrere Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Die ausgewählten Werke stehen jeweils in Beziehung zur Landesschule, ihrer Geschichte oder dem ehemaligen Kloster.
Das Leipziger Vokalensemble Verum Gaudium hat die Stücke für den Nachmittag zusammengestellt. Die Sängerinnen und Sänger führen die Musik während des Rundgangs selbst auf und passen die Beiträge an die jeweiligen historischen Orte an.
Gregorianischer Gesang in der Kirche St. Marien
Der Rundgang verbindet musikalische Beiträge mit den Bauwerken auf dem Gelände. Dadurch sollen die Besucher nicht nur einzelne Stücke hören, sondern zugleich nachvollziehen können, welchen Stellenwert Musik im Leben des Klosters und der späteren Landesschule hatte.
In der Kirche St. Marien endet der Nachmittag mit einem gregorianischen Gesang. Dieser Teil des Programms verweist auf die Zeit, in der Schulpforta noch als Zisterzienserkloster genutzt wurde.
Die Klosterkirche gehört zu den bedeutenden historischen Gebäuden der Anlage. Ihre Architektur bietet einen passenden Rahmen für den Schlusspunkt des Konzertes und macht die Verbindung zwischen Raum, Geschichte und Musik unmittelbar erlebbar.
Ehemaliger Schüler leitet den Rundgang
Die Leitung des Nachmittags übernimmt Matthias Haase. Er besuchte selbst die Landesschule Pforta und ist Vorsitzender des Pförtner Bundes.
Während des Rundgangs vermittelt Haase Wissenswertes über die Schulgeschichte. Darüber hinaus berichtet er von persönlichen Erinnerungen an seine eigene Schulzeit in Schulpforte.
Zum Auftakt erhalten die Teilnehmer ein Glas Pfortenser Wein. Es ist bereits im Eintrittspreis enthalten. Die zweistündige Veranstaltung kostet 18 Euro pro Person.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt sein kann, bittet die Stiftung um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 034463 489930. Beginn ist am Sonntag um 15 Uhr im Besucherzentrum der Stiftung Schulpforta.
Weitere Führungen zur Kloster- und Schulgeschichte
Neben dem Wandelkonzert bietet die Stiftung am Wochenende zwei öffentliche Führungen an. Sie beschäftigen sich mit der Geschichte des früheren Klosters und der späteren Landesschule.
Die erste Führung beginnt am Samstag, 12. September, um 14 Uhr. Eine weitere Führung findet am Sonntag, 13. September, ebenfalls um 14 Uhr statt. Beide Rundgänge dauern etwa 90 Minuten und kosten sieben Euro pro Person.
Schulpforta gehört heute als Ortsteil zu Naumburg. Die historische Anlage ist nicht nur eine Schule, sondern zugleich ein bedeutender Erinnerungsort für die Bildungs-, Kirchen- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands.
Mit dem Wandelkonzert will die Stiftung zeigen, dass sich diese Geschichte nicht allein über Gebäude und schriftliche Zeugnisse erschließen lässt. Auch die Musik früherer Schüler und Generationen gehört zum kulturellen Erbe des Ortes.
Quelle: Stiftung Schulpforta, Presseinformation vom 9. September 2026