Das Anhaltische Theater Dessau startet mit zwei Wiederaufnahmen in das erste große Vorstellungswochenende der neuen Spielzeit. Am Freitag, 11. September 2026, kehrt Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ auf die Bühne zurück. Am Sonntag folgt Stefano Giannettis Ballettinszenierung „Schwanensee“.

Nach dem feierlichen Eröffnungskonzert stehen damit Schauspiel und Ballett im Mittelpunkt. Beide Vorstellungen finden im Großen Haus des Anhaltischen Theaters statt.

Den Anfang macht am Freitag um 19.30 Uhr „Der Kirschgarten“. Die Komödie von Anton Tschechow erzählt von einer Gesellschaft, die sich in einer tiefgreifenden Zeitenwende befindet.

„Der Kirschgarten“ erzählt von Verlust und Veränderung

Im Zentrum des Stückes steht ein Landgut mit einem berühmten Kirschgarten. Die Bewohner halten an ihren Erinnerungen und ihrer bisherigen Lebensweise fest, während sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend verändern.

Tschechows Werk beschäftigt sich mit der Frage, was von einer vertrauten Welt bleibt, wenn scheinbar alles neu wird. Dabei verbindet das Stück komische Situationen mit ernsten Themen wie Verlust, sozialem Wandel und der Unfähigkeit, notwendige Entscheidungen zu treffen.

Die Wiederaufnahme im Anhaltischen Theater führt eine Inszenierung zurück ins Programm, die diesen Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft in den Mittelpunkt stellt. Das Stück richtet den Blick auf Menschen, die spüren, dass eine Epoche endet, den bevorstehenden Wandel jedoch unterschiedlich bewerten.

„Der Kirschgarten“ wird am Freitag, 11. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus gezeigt.

„Schwanensee“ blickt hinter die Bühne

Am Sonntag, 13. September, folgt um 17 Uhr die Wiederaufnahme von „Schwanensee“. Stefano Giannetti entwickelte das Ballett zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

Die Dessauer Inszenierung übernimmt nicht einfach die bekannte Handlung des klassischen Ballettmärchens. Stattdessen rückt sie auch die Arbeit eines Tanzensembles und das Geschehen hinter der Bühne in den Mittelpunkt.

Das Publikum erhält Einblicke in den Alltag der Tänzerinnen und Tänzer. Proben, körperliche Anstrengung, persönliche Beziehungen und die Vorbereitung einer Aufführung werden zu Bestandteilen des Bühnengeschehens.

Gleichzeitig bleibt der Zauber des bekannten Stoffes erhalten. Die Musik Tschaikowskis und die Geschichte um die verzauberte Schwanenprinzessin bilden weiterhin das künstlerische Fundament des Abends.

Erfolgreiche Inszenierung aus der vergangenen Spielzeit

Giannettis „Schwanensee“ feierte in der vergangenen Saison seine Premiere am Anhaltischen Theater. Die Wiederaufnahme gibt dem Publikum nun eine weitere Gelegenheit, die Verbindung aus klassischem Ballett und modernem Blick auf den Theaterbetrieb zu erleben.

Durch das Spiel mit den Ebenen vor und hinter der Bühne zeigt die Inszenierung, wie aus Training, Disziplin und gemeinsamer Arbeit eine Ballettaufführung entsteht. Damit richtet sich der Abend auch an Besucher, die mehr über den Alltag eines professionellen Tanzensembles erfahren möchten.

Die Vorstellung beginnt am Sonntag um 17 Uhr im Großen Haus. Karten für beide Wiederaufnahmen sind an den Theaterkassen erhältlich. Reservierungen nimmt das Anhaltische Theater unter der Telefonnummer 0340 2511-333 entgegen.

Mit den beiden Produktionen zeigt das Haus zum Saisonbeginn die Bandbreite seines Programms: Auf die gesellschaftskritische Komödie von Tschechow folgt ein Ballettabend, der einen Klassiker aus einer neuen Perspektive betrachtet.

Quelle: Anhaltisches Theater Dessau, Pressemitteilung mit den Wochenhighlights vom 7. bis 13. September 2026