Die Kulturfabrik Hoyerswerda wird am Sonnabend, dem 5. September 2026, zum Treffpunkt für zeitgenössische sorbische Kultur. Von 10 bis 24 Uhr stehen Workshops, Tanz, Mode, Kunst, Kurzfilme und Gespräche auf dem Programm. Das Konzert der Band Kula Bula bildet zugleich den Abschluss des Kufa-Kultursommers.
SubSorb verbindet Tradition und Gegenwart
Die Veranstaltung trägt den zweisprachigen Titel „SubSorb krótko & słódko – SubSorb kurz & gut“. Sie nutzt das gesamte Bürgerzentrum der Kulturfabrik in der Braugasse.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sorbische Identität heute gelebt, gestaltet und weiterentwickelt wird. Dabei trifft überliefertes Kulturgut auf digitale Gestaltung, zeitgenössische Kunst, Musik und gesellschaftliche Debatten.
Der Eintritt ist frei. Die Kulturfabrik bittet die Besucher um Spenden. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Stiftung für das sorbische Volk.
Workshops zu Tracht, Kunst und Tanz
Das Programm beginnt um 10 Uhr mit dem Workshop „Drasta Digital“. Jakob Gruhl und das Trachtenhaus Jatzwauk beschäftigen sich bis 16 Uhr mit sorbischer Tracht und neuen digitalen Ausdrucksformen.
Von 13 bis 14 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen vorgesehen. Anschließend lädt Georgi von 13.30 bis 15 Uhr zum Tanz ein.
Der Sorbische Markt öffnet von 15 bis 18 Uhr. Angeboten werden unter anderem ein Dot-Painting-Workshop mit Christina Grätz, sorbische Mode und Accessoires sowie Siebdruck.
Zwischen 15 und 16 Uhr wird zeitgenössische sorbische bildende Kunst vorgestellt. Die Sorbian Space Agency diskutiert anschließend von 16 bis 17 Uhr unter der Überschrift „Wie weiter?“ über kommende Projekte und Perspektiven.
Gespräch über sorbische Subkultur
Sorbische Kurzfilme laufen von 17 bis 18 Uhr. Danach beginnt eine Gesprächsrunde mit der Filmemacherin und Autorin Grit Lemke sowie Daniel Häfner.
Unter dem Titel „protest.punk.palenc – Was ist sorbische Subkultur?“ sprechen die Beteiligten von 18 bis 19.30 Uhr über kulturelle Gegenbewegungen, politische Ausdrucksformen und moderne sorbische Lebenswelten.
Die Diskussion richtet den Blick bewusst über traditionelle Trachten, Bräuche und Folklore hinaus. Sie fragt danach, wie sich eine junge sorbische Generation zwischen Herkunft, gesellschaftlichem Wandel und eigenen kulturellen Ausdrucksformen positioniert.
Kula Bula spielt im Sommergarten
Am Abend gehört die Bühne der Band Kula Bula. Das Konzert beginnt laut Veranstalter gegen 19.30 Uhr und ist für den Zeitraum bis etwa 22 Uhr vorgesehen.
Die Musiker verbinden Swing und Jazz mit internationaler Folklore und sorbischer Musik. Rockige Elemente und Funk ergänzen den Stil. Geige, Posaune und Mandoline prägen den Klang der Band.
Ein großer Teil der Musiker besitzt sorbische oder wendische Wurzeln in der Lausitz. Kula Bula spielt eigene Kompositionen und Stücke in sorbischer beziehungsweise wendischer Sprache.
Der niedersorbische Name lässt sich mit „Die Kugel rollt“ übersetzen. Die Gruppe wurde wegen ihrer energiegeladenen Auftritte bereits als „Sorbische Rolling Stones“ bezeichnet.
Nach dem Konzert können die Besucher ab 22 Uhr gemeinsam mit Marek und den Rakajce singen. Damit endet zugleich der diesjährige Kultursommer der Kulturfabrik.
SerbskiPuls beginnt bereits am Freitag
Bereits am Freitag, dem 4. September 2026, findet von 14 bis 19 Uhr das Austausch- und Netzwerktreffen „SerbskiPuls“ in der Kulturfabrik statt.
Im Mittelpunkt steht die lebendige sorbisch-wendische Kulturvermittlung im Länderdialog. Die Beteiligten sprechen über neue Bildungsräume zwischen Tradition und moderner Lebenswelt.
Zu den Veranstaltern gehören die Netzwerkstelle Kulturelle Bildung im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg und die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten.
Quelle: [Kulturfabrik Hoyerswerda – Veranstaltung und Netzwerktreffen SerbskiPuls](https://kufa-hoyerswerda.de/veranstaltung/austausch-und-netzwerktreffen-serbskipuls/), Pressemitteilung der Kulturfabrik Hoyerswerda e. V.