Der geplante Bildungscampus in der Gubener Altstadt Ost gehört weiterhin zu den größten Bildungsprojekten der Stadt. Im Mittelpunkt steht die Friedensschule, deren bestehende Räume nach mehreren Untersuchungen nicht mehr ausreichen, um künftige Anforderungen dauerhaft zu erfüllen.

Vorgesehen sind zusätzliche Schulflächen und eine größere Turnhalle.

Das Projekt soll zugleich Voraussetzungen für moderne Ganztagsangebote schaffen.

Fachräume und Aula fehlen

Bereits frühere Untersuchungen hatten erhebliche Defizite am bestehenden Schulstandort festgestellt.

Unterrichtsräume und Turnhalle gelten als zu klein.

Hinzu kommen fehlende Fachunterrichtsräume und eine fehlende Aula.

Auch die barrierefreie Erschließung entspricht nicht den langfristigen Anforderungen.

Ganztagsanspruch erhöht den Druck

Seit 2026 beginnt schrittweise der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter.

Kommunen müssen deshalb zusätzliche Räume und Betreuungsangebote schaffen.

Für Guben erhöht das den Handlungsdruck.

Die Friedensschule soll perspektivisch deutlich leistungsfähiger werden und auch Anforderungen des gemeinsamen Lernens besser erfüllen können.

Finanzierung noch nicht vollständig geklärt

Gerade die Finanzierung war in den vergangenen Jahren ein zentraler Streitpunkt.

Die Kommunalaufsicht hatte eine Kreditaufnahme für das Projekt zunächst nicht genehmigt, weil die Wirtschaftlichkeit noch nicht ausreichend dargestellt worden war.

Inzwischen liegt eine Wirtschaftlichkeitsanalyse vor beziehungsweise wurde weiter abgestimmt.

Die Stadt nennt die Erweiterung dennoch ausdrücklich als eines der zentralen Investitionsvorhaben des Jahres 2026.

Bis zum tatsächlichen Baubeginn müssen Finanzierung, Fördermittel und konkrete Objektplanung allerdings endgültig gesichert sein.

Quellen

Stadt Guben – Bericht des Bürgermeisters zur Stadtverordnetenversammlung vom 6. Mai 2026.

Stadt Guben – Integriertes Stadtentwicklungskonzept, Bildungscampus Altstadt Ost.