Das Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz wird für gut zwei Wochen zum Schauplatz zeitgenössischer Kunst. Die erste Openart Lausitz Biennale verbindet internationale Positionen mit Themen wie Strukturwandel, Industriegeschichte und den Erfahrungen von Menschen in der Region.
Vernissage mit Esther Perbandt
Die Ausstellung wird am Freitag, 21. August 2026, um 17 Uhr eröffnet. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenfrei.
Zum Auftakt präsentiert die Berliner Modedesignerin und interdisziplinäre Künstlerin Esther Perbandt ihre Performance „ORDER / DISORDER“. Die Arbeit bewegt sich zwischen Mode, Performance und Installation.
Aus zahlreichen schwarzen Baumwollstreifen entsteht ein raumgreifendes Geflecht. Es soll die Spannungen zwischen Ordnung und Chaos sichtbar machen.
Während der gesamten Biennale sind sowohl die Installation als auch eine großformatige Videoaufzeichnung der Performance zu sehen.
Schwarz als prägendes Gestaltungselement
Esther Perbandt wurde zunächst mit ihrem international erfolgreichen Modelabel bekannt. Ein größeres Publikum erreichte sie zudem durch ihre Teilnahme an der Designshow „Making The Cut“ und als Gastjurorin bei „Germany’s Next Topmodel“.
In ihren künstlerischen Arbeiten verbindet sie Mode, Raum und Performance. Die Farbe Schwarz spielt dabei eine zentrale Rolle und steht nach Angaben der Veranstalter für Unendlichkeit, Konzentration und Ausdruck.
Monumentale Werke im Forster Museum
Neben der Eröffnungsperformance zeigt die Biennale Arbeiten national und international bekannter Künstlerinnen und Künstler.
Zu den angekündigten Höhepunkten gehört die monumentale Installation „Flaming Heart“ von Joana Vasconcelos. Sonja Yakovleva ist mit dem mehr als zehn Meter langen Scherenschnitt „State of Strike“ vertreten.
Frank Lippold präsentiert überdimensionale Holzschnitte. Marike Schuurmann zeigt großformatige Pigmentdrucke von Lausitzer Seenlandschaften.
Kohleabbau und DDR-Geschichte als Themen
Katharina Wimmer setzt sich in einer großformatigen Kohlestruktur mit dem Kohleabbau auseinander.
Die Fahneninstallation „Rosenbrigade“ von Minh Duc Pham erinnert an vietnamesische Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter in der DDR.
Fotografische Arbeiten von Heike Zappes geben zudem Einblicke in die traditionsreiche Jende Posamentenmanufaktur.
Damit greift die Ausstellung mehrere Themen auf, die eng mit der Geschichte und dem Wandel der Lausitz verbunden sind.
Besucher werden Teil der Kunst
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung des Publikums.
Die Künstlerin Karen Modrei lädt Besucher dazu ein, persönliche Geschichten zu erzählen. Diese werden anschließend unmittelbar an einer Strickmaschine in textile Muster übertragen.
Die Geschichten der Gäste werden dadurch zu einem sichtbaren Teil der Ausstellung.
Ausstellung läuft bis zum 6. September
Die Openart Lausitz Biennale ist vom 21. August bis zum 6. September 2026 im Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz zu sehen.
Geöffnet ist die Ausstellung jeweils donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Für den regulären Besuch gelten die üblichen Eintrittspreise des Museums.
Quellen
• Stadt Forst (Lausitz): „Vernissage im Forster Museum – openart Lausitz Biennale eröffnet mit Performance von Esther Perbandt“, 3. August 2026
• Stadt Forst (Lausitz): Angaben zu Künstlern, Ausstellungslaufzeit, Öffnungszeiten und Eintritt